Vorfreude auf die neue Immobilie

Als wir uns endlich durchgerungen hatten, in die Finanzierung einzuwilligen, und den Hausbau in Angriff zu nehmen, teilten wir diese Entscheidung nun auch der Familie mit. Was wäre dazu besser geeignet gewesen, als der Sonntag Nachmittag, als Schwiegereltern, Eltern und Geschwister zu Besuch waren? Sie konnten die Neuigkeit kaum fassen. Endlich sollten wir aus der alten, zu kleinen Wohnung ausziehen dürfen und auch wirklich in einem tollen Haus wohnen können? Ganz ohne Ruhezeiten im Treppenhaus, Putzordnung und all die anderen netten Begleiterscheinungen des Mietverhältnisses?

Natürlich mussten wir erst einmal beschwichtigen. Die Eltern wollten das Grundstück sehen, welches wir uns ausgesucht hatten. Alle waren aufgeregt, am meisten natürlich mein Mann Torsten und ich. Die Kinder, Sonja, Sarah und Sven hüpften aufgeregt durch die Wohnung, die neuen Sonnenbrillen auf der Nase. Ab ins Auto, raus aus den Mietblock-Straßen, hinein in das neue Baugebiet. Hier standen schon einige tolle Immobilien, die wir staunend betrachteten. So etwas sollte bald uns gehören. Verliebt umarmten uns mein Mann und ich. Kerstin, wir schaffen das, bestätigte er mich. Die Eltern waren über die Lage des Grundstückes begeistert und versprachen uns beide, etwas Geld zuzuschießen.

Die Freude konnte kaum größer sein. Die Kids hoppsten schon auf der Wiese herum. Wir machten uns alle wieder auf den Nachhauseweg, nicht ohne eifrig über Pläne zu schwatzen. Wie das alles werden würde: Jedes Kind ein eigenes Zimmer, jeder Raum groß genug. Ein eigener Garten mit Blumen und Gemüse, Sträuchern und Obstbäumen, vielleicht ein Hund… Wir riefen uns selbst zur Ordnung. Schließlich mussten erst einmal einige Dinge geklärt werden, ohne die das Bauvorhaben nicht beginnen konnte. Ärmel hochkrempeln und: Los geht’s!