Geld sparen durch Eigenleistung beim Hausbau

Neue Nachbarn hatten sich fast unmittelbar neben unserem Haus angekündigt. Noch war der erste Spatenstich nicht vollbracht, da führten wir mit diesen Menschen schon Gespräche über den Hausbau. Als Eigentümer einer Immobilie ist es wohl Schicksal, immer wieder über die Bauphase zu reden, zu diskutieren, zu überlegen, was man hätte besser machen, wo man hätte sparen können. Wir hatten, dank Vater, Schwiegervater und meinem Mann, einige Dinge in Eigenleistung erbracht, was auf der einen Seite der angeschlagenen Situation durch die Immobilien Finanzierung zu Gute kam, auf der anderen Seite aber auch Stress und Probleme machte. Eigenleistung sollte man wirklich nur dann erbringen, wenn man auch etwas von der Thematik Hausbau versteht; es sei denn, man stellt sich als Hilfsarbeiter für die kompetenten Facharbeiter zur Verfügung, um am Stundenlohn für dieselben zu sparen.

Noch heute denke ich daran, was für ein Stress es war, nach der eigentlichen Arbeit noch auf die Baustelle vom neuen Haus zu fahren. Die Eigenleistung wurde manchmal eigentlich zur Selbstüberschätzung, denn viele Sachen gingen dann doch nicht so leicht von der Hand, wie sich die Männer das vorgestellt hatten. Die Schlitze, die die Elektriker in die Mauern geschlagen und gefräst hatten, um die Kabel zu verlegen, sollten zugemauert beziehungsweise verputzt werden. Das klingt leicht, doch schon beim Anrühren von Putz und Zuschneiden der Steine ergeben sich, wie wir bitter erfahren mussten, die ersten Probleme für die Laien. Diesen Standpunkt haben mein Mann und ich auch im Gespräch mit den neuen Nachbarn vertreten, die sich nicht sicher waren, ob sie wirklich geeignet sind, um als fachfremde Menschen wirklich eine adäquate und lohnende Eigenleistung erbringen zu können.