Bis das Geld für das Haus beisammen war

Die alte Wohnung sollte noch eine Zeit lang unser Reich bleiben. So schnell, wie wir dachten, würde unser neues Traumhaus wohl nicht fertig werden. Mitten in den endgültigen Klärungen der Finanzierung ging auch noch das Auto kaputt - Motorschaden. Gut, dass wir das Geld, das uns die Eltern schenken wollten, als Reserve geplant hatten. Mehrere Tausend Euro gingen nun für einen Gebrauchtwagen drauf.

Ein älteres Mittelklassemodell musste im Moment reichen, weil wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollten. Besonders unser Sohn Sven war nicht so sehr von dem Wagen angetan. Es passte überhaupt nicht zum neuen Haus, war uncool.

Nun gut, der langen Rede kurzer Sinn: Allein vier Wochen vergingen, bis alle Finanzierungen, Pläne und Genehmigungen unter Dach und Fach waren. Meine Schwiegereltern dämpften unsere Ungeduld. Bei ihnen hätte das alles viel länger gedauert. Sie hatten sogar noch über den Winter warten müssen, bis sie endlich den ersten Spatenstich setzen konnten. Wir blickten sie entsetzt an. Gut, dass bei uns alles rechtzeitig losgehen konnte. Bis zum Winter wollten wir eingezogen sein.

In manchen Stunden des Grübelns waren wir uns nicht sicher, ob wir das auch schaffen würden. Die alte Wohnung zu kündigen, trauten wir uns nicht. Allerdings hatte der Vermieter angekündigt, dass wir einfach ausziehen könnten, wenn wir so weit sind. Er wollte umbauen und war deshalb sehr entgegenkommend. Wenigstens etwas!