Zurück in der alten Wohnung

Nach unserem kleinen Intermezzo zum Hochzeitstag, das auch unserer Ehe einmal wieder richtigen Schwung gegeben hat, war die Rückkehr in das wahre Leben, in die immer ungeliebtere alte Wohnung schwer. Gerne wären wir noch etwas länger geblieben, aber der Winter rückte immer näher.

Also packte ich die Taschen aus, hängte das neue Dirndl, das ich mir im Bayernland gekauft habe, in den Schrank und zog die Arbeitsklamotten wieder an. Die Fenster waren drin! Flugs wurden die Neuerungen im Ordner für das Fotobuch gespeichert. Die Kamera war mein bester Freund geworden. Je weiter alles voranging, umso fleißiger knipste ich. Die Handwerker nannten mich nur noch Paparazzi.

Dach fertig, Fenster drin: Das bedeutete den Startschuss für die Heizung. Eine Immobilie ohne Heizung war auch angesichts des freundlichen Wetters, das gerade herrschte, keine schöne Vorstellung. Also suchten wir den Kostenvoranschlag vom Heizungsinstallateur heraus, und ließen ihn sein Werk beginnen. Heute, gerade bevor ich mich hinsetzte, um die Neuigkeiten zu berichten, bekam ich die Meldung, dass alles fertig ist.

Das ging aber schnell. Ich freue mich, aber ich bin müde. Irgendwie bin ich froh, wenn alles vorbei ist. Die Knochen und Gelenke schmerzen, die Kinder und der Job stressen. Ich bekomm langsam wieder Magenprobleme. Aber bald ist es geschafft. PS: Trotz aller Vorfreude: Mir graut es jetzt schon beim Gedanken an den Umzug!