Wohnung zu, Schlüssel weg

Wie oft das Malheur an jedem Tag auf der ganzen Welt passiert, ist nicht statistisch erfasst. Jeder kennt aber die Lage: Der Schlüssel liegt in der Wohnung, die Türe ist ins Schloss gefallen. Nach dem ersten Schrecken weiß man: Ohne einen Schlüsseldienst kommt man nicht mehr in seine vier Wände. Ein beherzter Tritt gegen die Tür hilft sicher auch, doch der Schaden ist dann entsprechend groß. Das Schloss ist kaputt, der Türrahmen und die Tür selbst sehen auch katastrophal aus. Dieser Tritt kostet in jedem Fall mehr, als ein Schlüsseldienst und sollte wirklich nur angewendet werden, wenn in der Wohnung eine Notsituation herrscht, die das Warten auf den Helfer in der Not unmöglich macht. Ein schreiendes Baby, das allein ist, eine eingeschaltete Herdplatte, auf der gerade die Pfanne mit dem Öl heiß wird: Nicht immer hat man eine Wahl.

Glück hat man, wenn es für die Wohnung einen Generalschlüssel gibt, den der Hausmeister hergibt. Meistens aber ist der gute Mann aber gerade dann nicht erreichbar. Bleibt nur noch die Wahl, die Nummer vom Schlüsseldienst von einem Nachbarn oder einer Telefonzelle aus zu wählen, muss man auf eine größere Rechnung gefasst sein, wenn es sich um eine Schließanlage handelt, oder ein spezielles Sicherheitsschloss, das nur zerstört werden kann, um die Türe aufzubekommen. Der Schlüsseldienst bringt meistens ein neues Schloss für die Wohnung gleich mit. Zusätzlich bezahlt man Anfahrt, Arbeitszeit und Material. Da können schnell hunderte von Euro zusammen kommen. Wohl oder übel muss man die Rechnung bezahlen. Manchen Menschen passiert es nie, anderen alle paar Monate.