Wohnung und Miete vs. Immobilien als Eigentum

Als wir so mit unseren neuen Freunden, die jetzt in unserer alten Wohnung lebten, zusammen saßen, diskutierten wir auch, was es für Vor- und Nachteile hatte, ein eigenes Haus zu besitzen, beziehungsweise in Miete zu leben.

Für beide Parteien stand fest, dass es bedeutend sorgloser war, in Miete zu leben. Die Wohnung übernahm man fix und fertig, wenn etwas kaputt war, informierte man Hausmeister beziehungsweise Vermieter. Man brauchte sich um das Heizöl keine Sorgen zu machen, stand in keinerlei Verpflichtung, außer dass man vor dem Auszug rechtzeitig kündigen musste. Kam man mit den Nachbarn zu Recht, war es also eigentlich das bedeutend stressfreiere Leben, eine Wohnung zu mieten.

Das Gegenargument, das auf den Tisch kam, war, dass man ein Leben lang eine Menge Geld bezahlte, was aber dann niemals das „Eigene“ war, wie Immobilien, die man sich hart erarbeiten musste, die der Familie aber dann irgendwann gehörten, wenn nichts dazwischen kam. Die plötzliche Arbeitslosigkeit meines Mannes wurde wieder zum Thema, als es um das Risiko ging: Es wäre damals nur eine Frage der Zeit gewesen, bis wir uns die Raten nicht mehr hätten leisten können, wenn mein Mann nicht so schnell wieder Arbeit gefunden hätte.

Auch die Arbeit, die mit den eigenen Immobilien immer verbunden war, war eigentlich ein Gegenargument. Wir schilderten unseren Freunden aber, wie viel Spaß die meisten Arbeiten an Haus und Garten machten, und entkräfteten das Argument auf diese Weise sehr schnell. Man arbeitet in den eigenen Immobilien ja schließlich zum eigenen Nutzen. In der gemieteten Wohnung hat man dieses Gefühl der Zufriedenheit nicht.