Kinder als Problem in einer Mietwohnung

Manche Nachbarn können eine Familie schon bei der Besichtigung einer Mietwohnung nicht leiden. Sie stört der Gedanke, dass quirlige, lebhafte Kinder, die manchmal eben auch Lärm machen, ins Haus einziehen. Was Menschen so bitter macht, dass sie hier gleich voreingenommen dafür sorgen, dass die neuen Mieter Probleme bekommen, ist ein Rätsel, das niemand lösen kann. Wenden sich Familien an einen Makler, bekommen sie sogar manchmal die Aussage zu hören, dass mit Kindern keine Mietwohnung frei ist. Als hätten sich alle Menschen in der Stadt gegen die jungen Menschen verschworen, so kommt man sich manchmal bei der Wohnungssuche vor.

Dass Kinder einmal durch das Treppenhaus rennen, statt artig auf Zehenspitzen zu schleichen, liegt eben in der Natur der Kleinen. Fröhliches Lachen, lautes Reden: Schon hier beginnen die Probleme. Allerdings kann auch ein Instrument, mit dem die Eltern die musikalische Ader des Kindes fördern wollen, zum Dorn im Auge der Nachbarn werden. Beschwerden über Beschwerden hagelt es, und nicht selten steht die Polizei vor der Tür, wenn ein Jugendlicher das Radio einmal laut aufgedreht hat. Hier kann niemand glücklich leben, weder die Familie selbst in ihrer Mietwohnung, noch die Nachbarn, die so sehr gehen das junge Glück wettern. Leider ist es in vielen Stadtteilen eine Tatsache, dass Kinder das größte Problem in einer Mietwohnung sind. In manchem „ehrenwerten Haus“ tun sich die Nachbarn sogar zusammen, um die jungen Menschen mit ihren Kindern gleich wieder zu vergraulen. Mobbing unter Nachbarn ist üblich geworden. Diese Tatsache ist traurig, aber nicht von der Hand zu weisen. Und solange die Nachbarn am Ende Recht bekommen, wird sich daran auch nichts ändern.