Ostern im neuen Haus

Auch, wenn unsere Kinder nicht mehr wirklich an den Osterhasen glaubten, als wir ins neue Haus eingezogen waren, wollten wir den Garten endlich auch einmal zur Eiersuche benutzen. Wie sehr hatten wir uns das immer gewünscht, als wir noch in der alten Wohnung lebten. Nun war der Garten zum größten Teil fertig und es sollte auch eine richtige Eierjagd geben, wie man es eben so kennt, wenn man Kinder hat.

Schon ganz früh am Ostersonntag machten mein Mann und ich uns auf die Socken, um den Garten zum Osterhasenparadies zu machen. Ein Korb mit gefärbten Eiern wurde versteckt, einige süße Sachen. Auch Geschenke gab es, wenngleich auch nicht so übermäßig teure, denn es war ja Ostern und nicht Weihnachten. Eine DVD mit dem Lieblingsfilmhelden, eine neue Puppe, ein Fahrradhelm, das waren die Dinge, die die Süßigkeiten ergänzten. Um das ganze Haus herum fanden wir immer tollere Verstecke, sodass wir es gar nicht bemerkten, dass es schon recht spät war, und die Kinder wohl bald aufstehen würden. Gerade noch rechtzeitig trafen wir im Esszimmer ein, um so zu tun, als seien wir gerade aufgestanden, um das Frühstück zu machen.

Die übliche Geschichte, dass wir sicher seien, den Osterhasen gerade im Garten gesehen zu haben, tischten wir unseren Kleinen natürlich auch auf. Milde lächelnd kommentierten die Kinder die Aussage des Vaters, aßen aber doch ein wenig schneller als sonst. Nach dem Frühstück gehörte der Garten dann ihnen. Es machte doch Spaß, die Eier und anderen Sachen zu suchen. Als mittags unsere Eltern und Schwiegereltern zum Essen kamen, trauten wir unseren Ohren nicht, als die Kinder freudestrahlend berichteten, dass im neuen Haus zum ersten Mal in ihrem Leben der Osterhase die Geschenke im Garten versteckt hatte.