Noch `ne Immobilie: das Treibhaus

Ein kleines Treibhaus im Garten vom eigenen Haus, in dem man einiges Gemüse, Salat und Kräuter anpflanzen konnte, war schon immer mein Traum. Als es im Baumarkt ein Ausstellungsstück zum halben Preis hab, konnte ich nicht widerstehen und schlug zu. Am nächsten Wochenende half mein Vater meinem Mann, das gute Stück aufzubauen. Der Boden wurde vorbereitet, dazu holten wir uns noch etwas Humus. Einzelne Beete im Treibhaus waren schnell mit Pflastersteinen abgesteckt.

Welche Wonne es doch war, gleich einige Pflänzchen und Saattütchen zu besorgen. Eine Plastiktonne für Regenwasser wurde auch noch gleich mit angeschafft. Ich konnte es kaum erwarten, meinen Salatpflanzen und Tomaten beim Wachsen zuzusehen. Das Leben im eigenen Haus war einfach traumhaft. Als ich eines Morgens dann meine Pflanzen nicht nur begutachten, sondern auch gießen wollte, war das Entsetzen groß. Alle Salatpflanzen waren abgefressen, traurig ragten noch einige Stängel in die Höhe. Daneben, vollgefressen und nicht in der Lage zur Flucht, saßen zwei große, ekelhafte, braune Schnecken. Mein Mann beseitigte diese Tiere, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Konnten die nicht Löwenzahn fressen oder etwas anderes? Mussten die unbedingt meine zehn Salatpflanzen als Buffet benutzen? Oh, ich war sauer!

Entmutigen ließ ich mich dennoch nicht. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht eigenen Salat zum eigenen Haus bekommen konnte. Schneckenkorn und neue Pflanzen waren schnell gekauft. Und siehe da, diesmal funktionierte es. Es lag unter anderem aber auch daran, dass wir die Türe in der Nach nicht mehr offen ließen und abends noch einmal nachsahen, ob sich nicht so ein Schneckengauner hinter einem Pflänzchen versteckt hatte, um sich dann Nachts den Bauch vollzuschlagen.