Loft – Industriegebäude laden zum Wohnen ein

In vielen Innenstädten gibt es leer stehende Industriegebäude. Einige dieser Gebäude finden als Wohngebäude neue Verwendung. Loft nennt sich diese Art von Wohnungen. Lofts weisen einige Besonderheiten im Vergleich mit normalen Wohnungen oder Häusern auf. Offensichtlich ist zuerst einmal die Lage. Immerhin wurde das Gebäude, in dem sich die Wohnung befindet, ursprünglich als Produktionsstätte für irgendwelche Güter konzipiert und gebaut. Daran, dass hier irgendwann einmal jemand wohnen könnte, hatte man früher sicher nicht gedacht.

Ein Loft zeichnet sich deshalb durch seine Weitläufigkeit und seine offene Bauweise aus. Viele Besitzer solche Wohnungen lassen keine Trennwände einfügen, um diese Offenheit nicht zu zerstören. Einzige Ausnahmen bilden in der Regel Bade- und Schlafzimmer. Ansonsten wirkt eine solche Wohnung sehr groß, eben durch die fehlenden Abtrennungen in Form von Wänden. Charakteristisch sind außerdem Stützpfeiler, die in der Wohnung verteilt stehen. Diese sind konstruktionsbedingt. Auch in normalen Hochhäusern gibt es natürlich Stützpfeiler. Man sieht sie in diesem Fall nur nicht, weil die Planungen so getätigt wurden, dass sie in den Wänden verschwinden.

In einem Loft ist es dagegen nicht möglich, diese Pfeiler verschwinden zu lassen. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn man kann sie auch wunderbar in den Wohnraum integrieren. Man muss sie ja nicht unbehandelt lassen, sondern kann sie beispielsweise mit Holz vertäfeln oder auch tapezieren. Man kann Garderoben daraus machen, Lautsprecher daran aufhängen oder sie als idealen Platz für ein schönes Bild entdecken. Die Möglichkeiten, diese Stützpfeiler zu verwenden sind vielfältig. Man kann zwischen ihnen auch niedrige Trennwände einsetzen, die eine optische Raumtrennung ermöglichen.