Keine Immobilie darf ohne Fotos entstehen

Mein Geburtstag fiel in die Zeit, als der erste Bauabschnitt begann. Die Feier fiel angesichts der Baumaßnahmen relativ klein aus. Dennoch ließen es sich meine Eltern nicht nehmen, mir eine Digitalkamera zu schenken. Diese dürfe doch bei einem Bauvorhaben überhaupt nicht fehlen. Man müsse doch jeden Bauabschnitt fotografieren.

Die Pannen festhalten, aber auch die Erfolge. Ich war etwas skeptisch, ob mir die Zeit dazu bleiben würde. Aber ich freute mich über die nicht ganz billige Kamera und probierte sie auch gleich aus. Wo sonst als auf der Baustelle? Natürlich war hier noch nicht allzu viel zu sehen. Auch die ersten Fotos, vom leeren Grundstück und vom Bagger in Aktion fehlten. Diese hatte aber mein Schwiegervater festgehalten. Also war doch alles komplett. Es würden sicher noch Hunderte von Bildern werden, bis zu dem Tag, an dem wir aus der Wohnung und in das neue Haus ziehen sollten. Doch ich stellte mich der Herausforderung.

Wieder war es mein Schwiegervater, der mir den entscheidenden Tipp gab, was man mit den Bildern dann anfangen könnte. In einem Fotobuch eine Chronik unseres Hausbaus zu gestalten hielt ich sofort für eine gute Idee. Er selbst gab mir Rat, wie ich die Bilder auf dem Laptop sammeln könnte, dass ich sie hinterher nicht noch sortieren musste. Die Erstellung dieses Bildbandes verschob ich aber auf die Zeit nach dem Umzug.

Und das war gut so, denn es wartete laut anderer Bauherren, zu denen wir mittlerweile auch Kontakt hatten, noch so viel Arbeit, so viel Pech und so viel Ärger auf uns, dass das mit dem Buch ohnehin nichts geworden wäre. Der Erfahrungsaustausch war uns sehr wichtig, hier war immer ein Gesprächsthema. Freundschaften hatten wir mit den ebenfalls im Bau befindlichen Nachbarn auch geschlossen. Ich freute mich immer mehr auf die Zukunft im eigenen Heim.