Episode zwischendurch: Die Immobilie zum Hund

Es beweist sich doch immer wieder. Es kommt anders, als geplant. Unsere Wohnung entwickelte sich langsam zum ungeliebten Aufenthaltsort. Der Bagger war angerückt, hob die Baugrube aus. Wir waren eifrig beim Planen, mithelfen und organisieren. Die Kinder mussten immer dann mit zur Baustelle, wenn die Omas und Opas, Tanten und Onkel keine Zeit hatten, auf sie aufzupassen. Es entwickelte sich langsam positiver Stress.

Endlich ging etwas vorwärts. Immer wieder spazierte ich auch tagsüber zu unserem Grundstück, einmal auch wieder mit den Kindern, die den Bagger sehen wollten. Torsten wollte erst nach der Arbeit kommen. Wir saßen ein wenig in der Wiese und beobachteten das Vorgehen, da hörte ich einen spitzen Schrei meiner großen Tochter. Sonja hatte einen süßen kleinen Welpen entdeckt, der munter umherdackelte.

Ach, was war das ein Entzücken. Und wir hatten doch ohnehin von einem Hund gesprochen und kann man den nicht mitnehmen? So klang es dreistimmig durcheinander. Sogleich wollten die Kiddies Detektei spielen und nach dem Besitzer des Hundes suchen. Der tauchte auch sogleich auf. Er hatte noch zwei der süßen Tierchen und deren Mama bei sich. Die Kinder eilten auf ihn zu und redeten auf ihn ein. Alle Vernunft bäumte sich in mir auf. Wir konnten doch jetzt noch keinen Hund gebrauchen.

Etliche Bitte Bitte und Argumente später hatten die Kinder es geschafft. Der Hund, ein süßer Dackelmischling mit 10 Wochen, war ihrer, geschenkt und zwar sofort. Jetzt fehlte eigentlich nur noch die Immobilie zum Hund, dann war alles perfekt. Aber das dauert wohl noch. Übrigens: Er heißt Bello, und nach zwei Stunden liebten wir ihn alle, auch mein Mann.