Der zweite Feiertag – Gartenplanung fürs neue Haus

Was bin ich müde. Ein Dreigänge-Menü zu kochen, für 9 Leute, das ist kein Honiglecken. Auch, wenn es ein wunderbarer Tag war, bin ich froh, dass er vorbei ist. Ich habe das erste Mal nicht alles in Ordnung. Ich habe es einfach nicht mehr geschafft, nach dem ganzen Kochen und Geschirr wegräumen, am Abend noch durchzuwischen. Ist das ein erstes Anzeichen von Schlamperei? Nein. Es hat Zeit bis morgen früh, und sowohl die Kinder als auch mein Ehemann haben mir volle Unterstützung zugesagt. Die Kinder haben Ferien, mein Mann  und ich beide Urlaub. Ausschlafen und dann putzen muss auch noch reichen.

Es gab eine Grießklößchen Suppe, einen deftigen Sauerbraten und als Nachtisch Eis mit heißen Himbeeren. Alles selbst gemacht, bis auf das Eis. Eigentlich nichts Außergewöhnliches, aber ohne Päckchen und Hilfsmittel doch eine gewisse Arbeit. Außerdem kommen ja noch die gestrengen Augen der Mütter hinzu, die ja doch eine gewisse Belastung sind.

Das Gesprächsthema war diesmal nicht das neue Haus, sondern der Garten. Langsam mussten wir uns ja einen Plan zu Recht legen, wo Rasen hinsollte, wo Beete und Rabatten angelegt werden sollen. Einen Outdoor Swimspa konnten wir uns im Moment noch nicht leisten, aber irgendwann sollte auch dieser Traum in Erfüllung gehen. Eine Schaukel für die Kinder musste auch irgendwie möglich gemacht werden. Ein kleiner Schuppen, ein Komposthaufen, aber auch Obstbäume sollten Teile des Gartens werden. Die Bauarbeiten waren also noch nicht ganz abgeschlossen. Erdbewegungen der größeren Art standen nicht mehr bevor, aber bis Pflaster und Garten bezahlt und fertig gestellt sein würden, wird noch viel Schweiß fließen, werden noch einige Arbeitsstunden vergehen. Die eigene Immobilie ist eben doch ein ganz anderes Kaliber, im Vergleich zur Wohnung, die man nur gemietet hat. Die Arbeit geht nie aus, das Geld auf der Bank ist nie zu viel.

Rosen und einen Rhododendron wollte ich unbedingt. Eine tolle Kletterrose, von der ich in diesem Jahr noch nicht allzu viel haben dürfte, muss gepflanzt werden, und auch ein kleines Treibhaus will ich irgendwann haben. Gartenmöbel müssen für den Anfang sehr billig sein. Die lassen sich ja nach und nach austauschen. Der Grill wartet in der Garage schon auf die Einweihung des neuen Gartens. Aber dazu muss erst einmal der Winter vergehen und dann warten die Ärmel zum Hochkrempeln. Ob ich noch baden gehe? Auf Nachbarn muss ich ja nicht mehr aufpassen, und mein Rücken wäre sicher erfreut. Aber Torsten schläft schon, also ab in die Dusche. Morgen ist auch noch ein Tag.