Dachlawinen am neuen Haus

Alles hatten wir bedacht, als wir unser neues Haus geplant hatten, beziehungsweise uns mit dem Architekten unterhielten. Dass wir irgendetwas vergessen würden, war mir eigentlich schon klar, bevor der Bagger anrückte, um mit den Arbeiten zu beginnen. Als das Haus fertig war und der erste Winter ins Land gezogen war, wussten wir dann auch, was wir vergessen hatten. Wir hatten auf dem Dach keine Vorkehrungen getroffen, die ein Herabrutschen von Schnee verhindert hätten. Nach jedem Schneefall krachten einige Dachlawinen herunter, einmal sogar auf das Auto. Am schlimmsten war das Ganze, als es an Weihnachten so richtig schneite und dann einige Tage Frost herrschte. Als dann Tauwetter einsetzte, wurde uns bewusst, dass wir handeln mussten.

Für diesen Winter blieb uns nichts anderes mehr übrig, als Schilder aufzustellen, in manchen Zeiten sogar die Zufahrt zum Hof zu versperren, um keine Besucher in Gefahr zu bringen. Für den nächsten Winter mussten wir Schneefanggitter und Rundlinge aus Holz auf das Dach bringen. In diesem Winter war es zu gefährlich, denn mein Mann traute sich nicht auf das rutschige Dach. Wir informierten uns im Internet, wo man Schneefang Gitter kaufen konnte, die sich selbst montieren ließen, denn immer noch mussten wir sparen, wo es nur geht, um auch Rücklagen für Notfälle zu haben.

Bis zum Herbst des nächsten Jahres war unser Dach gegen den herabrutschenden Schnee gesichert und man konnte wieder zum Haus gehen, ohne, wie Majestix, Angst haben zu müssen, dass einem der Himmel, oder in unserem Fall, eine Menge Eis und Schnee, auf den Kopf fallen könnte.