Archive for Oktober, 2009

Das Ferienhaus auf der Alm

Freitag, Oktober 30th, 2009

Es gibt viele unterschiedliche Immobilien. Garagen, Wohnhäuser und Industriebetriebe, um nur mal einige zu nennen. Auch ein Ferienhaus ist eine Immobilie. Ferienhäuser stehen in der Regel dort, wo viele Menschen gern ihren Urlaub verbringen. Würden sie woanders stehen, würde das nicht sehr viel Sinn machen. Es sei denn, der Besitzer des Ferienhauses hat gar nicht vor, dieses auch an andere Menschen zu vermieten, sondern möchte es nur für sich selbst nutzen. Dann ist für den Standort natürlich einzig und allein der persönliche Geschmack des Besitzers entscheidend.

Ein Ferienhaus wird in der Regel aber vermietet. Viele Menschen machen gerne Urlaub am Meer oder an Seen. Aber es gibt auch genügend Urlauber, die es in die Berge zieht. Die meisten davon werden ihren Urlaub im Winter in den Bergen verbringen, weil sie in erster Linie am Skifahren interessiert sind. Aber es gibt auch Urlauber, die gerne wandern. Für sie bietet sich ein Urlaub im Frühjahr, Sommer oder Herbst an. Denn dann sind viele Gebiete schneefrei und eignen sich wunderbar zum Wandern.

Man kann sich dann für ein Hotel oder aber für ein Ferienhaus entscheiden. Egal, für welche dieser Immobilien man sich letztendlich entscheidet, maßgebend ist das Erlebnis Natur. Um die Natur hautnah erleben zu können, eignet sich ein Ferienhaus auf einer Alm ganz besonders gut. In einem Hotel hat man immer Zimmernachbarn, die einem den letzten Nerv rauben können. Auch befinden sich Hotels normalerweise in Städten und Dörfern, welche natürlich auch einen gewissen Geräuschpegel besitzen. Übernachtet man dagegen in einem Ferienhaus auf einer Alm, hat man seine Ruhe.

Loft – Industriegebäude laden zum Wohnen ein

Mittwoch, Oktober 28th, 2009

In vielen Innenstädten gibt es leer stehende Industriegebäude. Einige dieser Gebäude finden als Wohngebäude neue Verwendung. Loft nennt sich diese Art von Wohnungen. Lofts weisen einige Besonderheiten im Vergleich mit normalen Wohnungen oder Häusern auf. Offensichtlich ist zuerst einmal die Lage. Immerhin wurde das Gebäude, in dem sich die Wohnung befindet, ursprünglich als Produktionsstätte für irgendwelche Güter konzipiert und gebaut. Daran, dass hier irgendwann einmal jemand wohnen könnte, hatte man früher sicher nicht gedacht.

Ein Loft zeichnet sich deshalb durch seine Weitläufigkeit und seine offene Bauweise aus. Viele Besitzer solche Wohnungen lassen keine Trennwände einfügen, um diese Offenheit nicht zu zerstören. Einzige Ausnahmen bilden in der Regel Bade- und Schlafzimmer. Ansonsten wirkt eine solche Wohnung sehr groß, eben durch die fehlenden Abtrennungen in Form von Wänden. Charakteristisch sind außerdem Stützpfeiler, die in der Wohnung verteilt stehen. Diese sind konstruktionsbedingt. Auch in normalen Hochhäusern gibt es natürlich Stützpfeiler. Man sieht sie in diesem Fall nur nicht, weil die Planungen so getätigt wurden, dass sie in den Wänden verschwinden.

In einem Loft ist es dagegen nicht möglich, diese Pfeiler verschwinden zu lassen. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn man kann sie auch wunderbar in den Wohnraum integrieren. Man muss sie ja nicht unbehandelt lassen, sondern kann sie beispielsweise mit Holz vertäfeln oder auch tapezieren. Man kann Garderoben daraus machen, Lautsprecher daran aufhängen oder sie als idealen Platz für ein schönes Bild entdecken. Die Möglichkeiten, diese Stützpfeiler zu verwenden sind vielfältig. Man kann zwischen ihnen auch niedrige Trennwände einsetzen, die eine optische Raumtrennung ermöglichen.

Wohnung: Mietrecht und Renovierung

Montag, Oktober 26th, 2009

Wer eine Wohnung gemietet hat, muss sich früher oder später zwangsläufig auch mit dem Mietrecht auseinandersetzen. Manche Mieter haben beispielsweise etwas an der jährlichen Abrechnung der Nebenkosten auszusetzen. Hier kann das Mietrecht helfen. Man sollte sich dafür aber jemanden suchen, der Ahnung damit hat. Das muss nicht gleich ein Anwalt sein, eine Verbraucherschutzorganisation oder der Mieterbund reichen hier in der Regel vollkommen aus. Vor allem beim Auszug aus einer Mietwohnung gibt es häufiger Probleme.

Die Wohnung muss besenrein übergeben werden, das steht in vielen Mietverträgen. Was genau man aber unter besenrein versteht, wissen längst nicht alle Mieter. Und Vermieter können sich dieses Unwissen durchaus zunutze machen. Besenrein heißt nichts anderes, als das die Mietwohnung in einem sauberen, gefegten Zustand verlassen werden muss. Viele Vermieter verlangen vom Ex-Mieter, dass er die Wohnung renoviert. Das ist aber nur dann zulässig, wenn das im Mietvertrag ausdrücklich festgehalten ist. Das oben schon erwähnte besenrein reicht hier bei Weitem nicht aus. Aber es gibt auch noch andere Formulierungen, die auf den ersten Blick eine Pflicht zur Renovierung vermuten lassen.

Bei vielen Wohnungen, die zur Miete bewohnt werden, ist das aber trotzdem nicht so. Verlangt der Vermieter beispielsweise die Rückgabe der Wohnung in bezugsfertigen Zustand, so ist damit lediglich gemeint, dass der Nachmieter sofort einziehen kann. Renovieren muss man deswegen nicht. Auch wenn der Vermieter die Wohnung in den Ursprungszustand zurückversetzt haben will, muss man nicht renovieren. Umbauten, die man während der Mietzeit getätigt hat, müssen in diesem Fall allerdings vom Mieter wieder rückgängig gemacht werden. Man sollte deshalb vorher genau im Mietvertrag nachschauen.

Wenn Nachbarn ein Haus bauen

Samstag, Oktober 24th, 2009

Wie schön es doch ist, schadenfroh zu sein, vor allem, wenn das eigene neue Haus schon steht, und die Nachbarn gerade erst dabei sind, den Grundstein zu legen. Mein Mann und ich machten uns jedes Mal ein Vergnügen daraus, zu beobachten, wie Stein um Stein aufeinander gesetzt wurde. Wir konnten dabei gemütlich von den Fenstern aus zusehen, oder uns mit einem Kaffee auf die Terrasse setzen, während die anderen bis in die Nacht hinein schufteten, aufräumten und für den nächsten Tag alles vorbereiteten.

Ein Nachbar bekam ein Fertighaus, eine Alternative, die nicht unbedingt schlecht war. Für uns war es spannender, zuzusehen, wie ein Haus von Hand errichtet wurde, wie die verschiedenen Baufahrzeuge anrückten, die Handwerker sich die nicht vorhandene Klinke der zukünftigen Haustüre in die Hand gaben, und die Nachbarn, mit denen wir wohl die restlichen Jahre unseres Lebens auskommen würden müssen, manches Mal verzweifelten, weil, wie damals bei uns, einfach nichts so klappte, wie es eigentlich gedacht war.

Wenn einmal Not am Mann war, boten wir natürlich, entsprechend unseren Fähigkeiten, unsere Hilfe an. Das reichte von dem Zur-Verfügung-Stellen unserer Toilette im Haus, bis hin zu Hilfsarbeiten auf den Baustellen. Man wollte ja schließlich nette Nachbarn, die vielleicht auch einmal zu einer Gegenleistung bereit waren. Bis auf wenige Ausnahmen, die einfach nicht unserem Typ Mensch entsprachen, kamen wir auch mit allen gut aus und tun es bis heute. Oft war die Hilfe auch, an schweren Tagen den verzweifelten Bauherrn Mut zuzusprechen, von den eigenen Missgeschicken und Pannen zu berichten und zu trösten. Schließlich reicht es manchmal, wenn man hört, dass es anderen genau so schlimm ergangen ist, als sie ihr Haus erbaut haben. Gemeinsames, geteiltes Leid ist halbes Leid, auch wenn man heute über die meisten Situationen lachen kann, weil sie längst nicht mehr so schlimm erscheinen, wie damals, als die Bauphase noch „heiß“ war.

Taubendreck auf dem Balkon der alten Wohnung

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

Lange Zeit hatten wir in der alten Wohnung Ruhe, doch schon beim Einzug hatten uns Nachbarn erzählt, dass öfters einmal Tauben die Angewohnheit hatten, sich in unserem Wohngebiet einzunisten. Dann war binnen Tagen alles voller Taubendreck. Sobald ich eines der Tiere zu Gesicht bekam, war ich voller Panik, doch erst, als sich die gurrenden Zeitgenossen beim Nisten auf unserem Dach erwischte, wusste ich, dass nun die Zeit gekommen war, etwas zu unternehmen. Sofort informierten wir Mieter unsere Vermieter, denn die Wohnung, die wir bewohnten, hatte einen anderen Besitzer, als andere im Haus.

Der Vermieter war ratlos, willigte aber ein, eine Hausversammlung aus allen Beteiligten beizuwohnen. Nicht nur wir, sondern auch andere Mieter hatten sich schon über das Thema Taubenabwehr informiert. Wir wollten kein sinnloses Morden der Tiere bezwecken, sondern einfach, dass sich die Tiere woanders ansiedelten, wo sie nicht für Krankheiten und Unrat sorgten. Warum auf dem Dach über den Wohnungen noch keine Netze oder Drähte angebracht waren, verstanden wir allesamt nicht. Bei der Hausversammlung stellte sich heraus, dass damals mit Gift gearbeitet wurde. Schon wegen unseren Kindern wollten wir das diesmal nicht. Überraschender Weise erklärten sich alle Besitzer von Wohnungen in unserem Haus bereit, eine vernünftige Taubenabwehr zu finanzieren. Sie sahen ein, dass es wirklich besser war, jetzt etwas für Haus und Wert zu tun, als dann in einigen Monaten für riesige Renovierungen bezahlen zu müssen. Es war in wenigen Tagen erledigt. Die Tauben haben sich bald andere Wohnungen für ihre Jungen gesucht. Wir waren froh, denn der Taubendreck war einfach ein lästiges Übel.

Halloween - Kürbisse erstrahlen im neuen Haus

Dienstag, Oktober 20th, 2009

Halloween war in der alten Wohnung eigentlich immer ohne Spuren in der Deko von Statten gegangen. Im neuen Haus sollte das anders werden. Dazu fuhren wir einige Zeit vor der heißen Geisterzeit zu einem Bauern, der Kürbisse in jeder Form verkaufte. In einer Obstschale wollte ich einige Zierkürbisse und Herbstlaub anrichten, und natürlich durfte ein Kürbis mit einem furchterregenden Gesicht vor der Haustüre nicht fehlen. Wir kauften ein, wie die Weltmeister; der Bauer hatte wirklich akzeptable Preise, und schließlich konnte man das Fleisch der großen Kürbisse auch gut weiter verwenden.

Zu Haus angekommen, konnte ich es kaum erwarten, die Zierkürbisse nett anzurichten. Die Kinder hatten schon einige Kastanien gesammelt, die ich auch wunderbar verwenden konnte. Zusammen mit einer herbstlichen Schleife gelang mit ein herbstlicher Hingucker für den Wohnzimmertisch. Auch mit einigen Servietten zauberte ich Herbst und Halloween zu gleichen Teilen in unser Haus. Dann aber stand die größere Aufgabe ins Haus. Der Kürbis war dick und groß, musste aufgeschnitten und ausgehöhlt werden. Es war ein Wahnsinn, wie viel Fleisch in einem solchen Kürbis enthalten ist. Ich hatte schon einige Gewürze und Einweckgläser, sowie ein Rezept über süß-saure Kürbisse zusammen getragen. Bis die Stücke im Glas, die Marinade angemacht und das Ganze eingeweckt war, verging ein halber Tag.

Das beste am Schluss: Der ausgehöhlte Kürbis wurde mit einer grimmigen Maske versehen. Hier musste mein Mann helfen, weil ich nicht genug Kraft hatte, die harte Schale mit dem Messer zu durchstechen. Die Kerze war das Letzte, das dem neuen Dekostück vor dem Haus noch fehlte. Wir haben aber trotz der ganzen Arbeit beschlossen, im nächsten Jahr wieder einen Kürbis für Halloween zu besorgen.

Obstfliegen können ein Problem im ganzen Haus werden

Sonntag, Oktober 18th, 2009

Diese kleinen Obstfliegen wären beinahe zu einem größeren Problem in unserem neuen Haus geworden. Dabei waren wir eigentlich schon auf Sauberkeit und Ordnung bedacht. Es begann alles mit einer Stiege Nektarinen, die ich im Angebot kaufte. Schon am nächsten Tag entdeckte ich einige Fliegen, die ich aber nur verscheuchte. Ich forderte die Kinder auf, das Obst zu essen, da es sonst schlecht würde. Ob ich Gehör fand oder nicht, hätte ich nicht sagen können, der Tag war wie immer mit allem möglichen ausgefüllt. Als ich am nächsten Tag vom Einkaufen nach Haus kam, war die Plage schon komplett. In der Obstschale waren zwei der Früchte faul und schimmlig geworden. Ein wahres schwarzes Heer tummelte sich um die Schale herum.

Grantig warf ich das Obst in die Biotonne. Damit hatte sich das Fliegenproblem ja wohl erledigt, dachte ich. Von wegen. Im ganzen Haus verteilten sich die Lästlinge. An meinen Blumen, an allem, was irgendwie essbar war, sammelten sich wahre Massen. Ich rückte ihnen mit einem Staubsauger zu Leibe. Den Beutel warf ich natürlich sofort aus dem Haus. Auch das half nichts; einige Stunden reichten schon, und alles saß wieder voll Fliegen.

Die Kinder mit Insektenspray voll zu sprühen, war nicht das, was ich wollte. Also schickte ich sie, es war zufällig ein Freitag, aus dem Haus. Sie sollten bei den Großeltern übernachten. Ich nebelte alles mit einem grässlich riechenden Mittel ein, nachdem ich alles Essbare weggepackt hatte. Am nächsten Tag öffnete ich erst einmal alle Fenster, saugte die Leichen weg. Danach war wieder Ruhe im Haus.

Noch `ne Immobilie: das Treibhaus

Freitag, Oktober 16th, 2009

Ein kleines Treibhaus im Garten vom eigenen Haus, in dem man einiges Gemüse, Salat und Kräuter anpflanzen konnte, war schon immer mein Traum. Als es im Baumarkt ein Ausstellungsstück zum halben Preis hab, konnte ich nicht widerstehen und schlug zu. Am nächsten Wochenende half mein Vater meinem Mann, das gute Stück aufzubauen. Der Boden wurde vorbereitet, dazu holten wir uns noch etwas Humus. Einzelne Beete im Treibhaus waren schnell mit Pflastersteinen abgesteckt.

Welche Wonne es doch war, gleich einige Pflänzchen und Saattütchen zu besorgen. Eine Plastiktonne für Regenwasser wurde auch noch gleich mit angeschafft. Ich konnte es kaum erwarten, meinen Salatpflanzen und Tomaten beim Wachsen zuzusehen. Das Leben im eigenen Haus war einfach traumhaft. Als ich eines Morgens dann meine Pflanzen nicht nur begutachten, sondern auch gießen wollte, war das Entsetzen groß. Alle Salatpflanzen waren abgefressen, traurig ragten noch einige Stängel in die Höhe. Daneben, vollgefressen und nicht in der Lage zur Flucht, saßen zwei große, ekelhafte, braune Schnecken. Mein Mann beseitigte diese Tiere, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Konnten die nicht Löwenzahn fressen oder etwas anderes? Mussten die unbedingt meine zehn Salatpflanzen als Buffet benutzen? Oh, ich war sauer!

Entmutigen ließ ich mich dennoch nicht. Wäre doch gelacht, wenn ich nicht eigenen Salat zum eigenen Haus bekommen konnte. Schneckenkorn und neue Pflanzen waren schnell gekauft. Und siehe da, diesmal funktionierte es. Es lag unter anderem aber auch daran, dass wir die Türe in der Nach nicht mehr offen ließen und abends noch einmal nachsahen, ob sich nicht so ein Schneckengauner hinter einem Pflänzchen versteckt hatte, um sich dann Nachts den Bauch vollzuschlagen.

Ostern im neuen Haus

Mittwoch, Oktober 14th, 2009

Auch, wenn unsere Kinder nicht mehr wirklich an den Osterhasen glaubten, als wir ins neue Haus eingezogen waren, wollten wir den Garten endlich auch einmal zur Eiersuche benutzen. Wie sehr hatten wir uns das immer gewünscht, als wir noch in der alten Wohnung lebten. Nun war der Garten zum größten Teil fertig und es sollte auch eine richtige Eierjagd geben, wie man es eben so kennt, wenn man Kinder hat.

Schon ganz früh am Ostersonntag machten mein Mann und ich uns auf die Socken, um den Garten zum Osterhasenparadies zu machen. Ein Korb mit gefärbten Eiern wurde versteckt, einige süße Sachen. Auch Geschenke gab es, wenngleich auch nicht so übermäßig teure, denn es war ja Ostern und nicht Weihnachten. Eine DVD mit dem Lieblingsfilmhelden, eine neue Puppe, ein Fahrradhelm, das waren die Dinge, die die Süßigkeiten ergänzten. Um das ganze Haus herum fanden wir immer tollere Verstecke, sodass wir es gar nicht bemerkten, dass es schon recht spät war, und die Kinder wohl bald aufstehen würden. Gerade noch rechtzeitig trafen wir im Esszimmer ein, um so zu tun, als seien wir gerade aufgestanden, um das Frühstück zu machen.

Die übliche Geschichte, dass wir sicher seien, den Osterhasen gerade im Garten gesehen zu haben, tischten wir unseren Kleinen natürlich auch auf. Milde lächelnd kommentierten die Kinder die Aussage des Vaters, aßen aber doch ein wenig schneller als sonst. Nach dem Frühstück gehörte der Garten dann ihnen. Es machte doch Spaß, die Eier und anderen Sachen zu suchen. Als mittags unsere Eltern und Schwiegereltern zum Essen kamen, trauten wir unseren Ohren nicht, als die Kinder freudestrahlend berichteten, dass im neuen Haus zum ersten Mal in ihrem Leben der Osterhase die Geschenke im Garten versteckt hatte.

Erinnerungen an das Zusammenziehen in der alten Wohnung

Montag, Oktober 12th, 2009

In unserer alten Wohnung lebten mein Mann und ich schon zusammen, als wir noch nicht verheiratet waren. Als wir beschlossen, zusammen zu ziehen, fassten wir auch den Beschluss, beide Single Wohnungen aufzugeben, um uns ein gemeinsames Reich von Grund auf einzurichten. Die Wohnung war schnell gefunden. Dann aber ging es darum, welche Sachen jeder aus seiner alten Bleibe mitbringen sollte und was neu angeschafft werden musste. Meinem Mann gefielen meine Möbel absolut nicht. Mir waren die Möbel eigentlich zu diesem Zeitpunkt egal, ich wollte nur nicht, dass die komischen Modellautos und die Poster den Haupteindruck in unserem gemeinsamen Wohnzimmer bilden sollten. Da hing doch tatsächlich der Haussegen schon vor dem Zusammenziehen schief. Einmal haben wir uns so gestritten, dass wir uns beinahe gleichzeitig an den Kopf warfen, dass sich das mit dem Zusammenziehen erledigt hätte.

Kompromisse konnten wir nur schaffen, weil unsere Eltern beschwichtigten. Mich überzeugten sie, dass es besser war, einige Modellautos aufzustellen, als leere Regale im Wohnzimmerschrank zu haben. Mein Mann bekam eine Standpauke, die darüber handelte, dass es besser sei, meine Möbel zu akzeptieren, als sofort für tausende von damals noch D-Mark neue anzuschaffen. Noch sei ja nicht sicher, dass wir zusammenbleiben würden.

Als die Wohnung eingerichtet war, war dann immer noch nicht gleich alles ein einziges Honiglecken. Der Alltag zu zweit war ja nun nicht mehr von den Nächten in der Single Wohnung unterbrochen. Man aß, duschte, schlief zusammen in einer Wohnung. Bis sich das eingespielt hatte, musste noch einiges an Kompromissen geschlossen werden, mussten einige Erwartungen gebremst werden. Heute lachen wir darüber, wie hitzköpfig wir damals doch noch waren.