Archive for September, 2009

Neue Freunde in der alten Wohnung

Donnerstag, September 10th, 2009

Immer wieder hatten wir noch Kontakt zu den Nachbarn aus unserer alten Wohnung. Bei einem Treffen lernten wir dann auch unsere Nachmieter kennen. Bereits auf den ersten Blick erschienen uns die Leute sehr sympathisch. Bei dem Abendessen, das von unseren Nachbarn organisiert wurde, beschlich uns ein komisches Gefühl. Nicht, dass wir nicht im neuen Haus wirklich eingelebt hatten. Dennoch war immer noch ein heimeliges Gefühl mit dem Betreten des Mietshauses verbunden, was ja nicht ausbleibt, wenn man dort Jahre lang sein Auf und Nieder hatte.

Während des Essens stellte sich heraus, dass die neuen Mieter in „unserer“ Wohnung nicht lange bleiben wollten. Auch sie hatten vor, nach der Hochzeit mit dem Bau des eigenen Hauses zu beginnen. So war gleich ein Gesprächsthema vorhanden. Es war eine lustige Runde, die wir mit einer Gegeneinladung verließen. Auf dem Nachhauseweg unterhielten wir uns, dass wir froh waren, ins neue Haus einziehen zu können, aber dennoch die Atmosphäre vermissten, in der wir damals gelebt hatten. Man kommt doch öfter einmal ins Gespräch, wenn man sich im Treppenhaus begegnet. Dies fehlte in der neuen Nachbarschaft, die sich erst langsam ansiedelte immer noch. Sicher gab es das eine oder andere Gespräch über den Gartenzaun, aber von wirklich intensiver Nachbarschaft, wie wir sie kannten, war noch keine Rede.

Als die Nachmieter unserer alten Wohnung das erste Mal bei uns zu Besuch waren, waren wir uns einig, dass es wirklich ein schöner Zufall war, dass wir uns kennengelernt hatten. So gewannen wir neue Freunde, die sich übrigens um ein Baugrundstück in unserer Nähe bemühen.

Ein Nymphensittich in der Wohnung

Dienstag, September 8th, 2009

Zu unserem Hund wollten wir, wenn das Haus endlich fertig war, noch ein weiteres Haustier. Spontan legten wir uns für die neue Wohnung also einen Nymphensittich zu. Auf eine Anzeige in der Zeitung hin gab es kein Halten mehr, denn ein Züchter wollte seinen Bestand dezimieren. Also fuhren wir zu dem älteren Herrn, um uns zu informieren, wie ein solches Tier gehalten werden muss, wie man ihm etwas beibringen, ihn zahm bekommen könne. Er gab uns bereitwillig Auskunft und empfahl uns ein sehr junges Tier. Wie süß die orangen Bäckchen doch waren! Wir konnten uns sofort für das Tier begeistern. Sein Name sollte Tino sein, und wir machten uns sofort auf den Weg, um den Käfig, Futter und einige andere Dinge zu besorgen. Ein kleiner Laden für Zoobedarf war unsere Anlaufstelle. Auf Empfehlung des Vogelzüchters kamen wir dort hin und bekamen prompt zehn Prozent auf unseren Einkauf. Mit dem ganzen Zeug fuhren wir dann erst einmal in unsere Wohnung.

Das Haus war so groß, ein Standort für den Vogelkäfig war schnell gefunden. Als er fertig eingerichtet war, brachen wir ein zweites Mal auf, um den Vogel nach Hause zu holen. Der Züchter verlangte 45 Euro, weil wir ihm so sympathisch waren. Dass alles mit rechten Dingen zuging, zeigten nicht nur der Ring am Fuß des Vogels, sondern auch die zahlreichen Auszeichnungen an seiner Wand. Leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen die Zucht nicht mehr lange betreiben. So bekamen wir in unserer Wohnung einen Zuwachs, der uns unterhielt und forderte, der aus einem Limoglas nippt und Krümel von der Lippe knabbert: Tino.