Archive for September, 2009

Unfall in der Wohnung

Mittwoch, September 30th, 2009

Als meine Schwiegermutter in ihrer Wohnung von einem Hocker gestürzt ist, musste ich wieder daran denken, wie es mir erging. Sie hatte sich, wie auch ich damals, einen komplizierten Bruch im Arm zugezogen, der sogar operiert werden musste. Nun war sie kaum fähig, sich zu bewegen, weil sie den Arm in einem festen Klammerverband tragen musste.

Auch ich hatte schon einen solchen Verband, bei dem der Arm fest an den Körper gebunden wird, dass man ihn nicht bewegen kann. Ich war damals, wie auch meine Schwiegermutter, beim Fensterputzen von einem Hocker gestürzt. Das schlimme dabei war aber nicht der Unfall an sich, sondern die Tatsache, dass ich weder ein Telefon erreichen konnte, noch jemand mein Rufen gehört hatte. Zwei ganze Stunden lag ich da, konnte mich nicht aufrichten, nicht aufstehen. Als dann endlich meine Nachbarin in der alten Wohnung meine Hilferufe hörte, war ich schon nahe am Durchdrehen.

Meine Schwiegermutter hatte das Glück, dass der Vater meines Mannes in der Nähe war und gleich den Notarzt rufen konnte. Beide durften wir mit dem Sanka in das Krankenhaus. Ich hoffe, dass der Armbruch meiner Schwiegermutter genau so glimpflich und ohne Folgen verheilt, wie meiner.

Unfälle im Haushalt geschehen immer wieder. Leider gehen manche davon auch nicht nur mit einem Knochenbruch aus. Ich werde wohl die nächste Zeit ziemlich oft in der Wohnung meiner Schwiegermutter sein, um dort zu helfen. Sie hat zwar nette Nachbarinnen, aber manche Dinge möchte man eben doch lieber nur von vertrauten Personen machen lassen. Unter anderem muss ich ihr ja auch beim Duschen helfen. Aber man macht es ja gerne.

W-Lan für alle im Haus

Montag, September 28th, 2009

Einen DSL Anschluss hatten wir ja gleich mitbestellt, als wir für das neue Haus das Telefon einrichten haben lassen. Es war aber erst später deutlich geworden, dass wir eigentlich lieber einen W-Lan Router hätten nehmen sollen, weil der feste Anschluss uns ziemlich einschränkte. In unserer Siedlung war eine 6000er Leitung möglich, die hatten wir auch als Flatrate gebucht. Nach einiger Zeit hatten wir die Nase voll, mit dem Laptop immer nur über das Kabel online gehen zu können. Ein neues Haus und solch veraltete Technik, das ging gar nicht.

Also gingen wir in den Elektromarkt, um uns beraten zu lassen, welchen W-Lan Router wir uns anschaffen sollten und was der so kosten sollte. Ich dachte zunächst, das würde sicher eine Menge Geld kosten. Dem war dann aber überraschenderweise nicht so. Das Gerät kostete weniger als 100 Euro und war wohl auch schnell zu installieren. Das konnte mein Mann selber, schließlich hatte er den ganzen Tag mit Computern zu tun. Als wir das erste Mal vom Schlafzimmer aus surften, war das richtig schön. Ich konnte unseren mobilen PC nun also auch von der Küche aus nutzen, nicht mehr nur vom Schreibtisch im Arbeitszimmer aus.

Auch unsere Kinder konnten so langsam aber sicher an das World Wide Web herangeführt werden. Nicht selten bekamen sie ja in der Schule schon den Auftrag, etwas im Internet nachzusehen. Alle fanden das W-Lan toll. Damit war also auch in Sachen PC der Fortschritt in das neue Haus eingekehrt. Hätten wir uns informiert, hätten wir das Geld für den Router sparen können, denn diesen gab es bei vielen Anbietern ja gratis dazu.

Putzvorführung in der neuen Wohnung

Samstag, September 26th, 2009

Ich hielt es am Anfang für eine Schnapsidee, als meine Freundin mich fragte, ob ich nicht auch einmal eine Putzvorführung in meiner Wohnung abhalten möchte. Es funktioniert nach dem alten, bekannten Prinzip: Es kommt jemand ins Haus, bringt eine Menge Putzutensilien mit, die er natürlich verkaufen möchte.

Zu diesem Zweck lädt man viele Freunde oder Freundinnen ein, die sich dann alle für die Artikel begeistern wollen. So manches Fenster in der Wohnung wird dann geputzt, der Wohnzimmerschrank staub- und nikotinfrei gemacht und auch der Backofen wird unter die Lupe genommen. Nur widerwillig ließ ich mich auf diese Putzparty ein.

Der Mann, der ins Haus kommen wollte, rief mich einige Tage vorher an. Ich solle ja nichts putzen, er würde bei der Vorführung seiner Wunderlappen und Reinigungsmittel vieles erledigen. Ich bekäme ein Set der Lappen geschenkt und mehr, wenn meine Freundinnen auch etwas kaufen würden. Das mit dem Putzen überlegte ich mir. Schließlich würden neugierige Augen jeden Winkel meiner Wohnung inspizieren. Also wurde der Tax X zu einem wahren Stress für mich. Alles musste glänzen und blinken. Ich wollte mich nicht blamieren.

Als der Mann jedoch über den Fernseher wischte, war eine eindeutige dunkle Verfärbung des Lappens nicht zu übersehen. Gott, war das peinlich. Auch aus dem Backofen holte er trotz meiner Bemühungen, alles sauber zu haben, einige schwarze eingebrannte Flecken heraus. Scheinbar waren alle Damen überzeugt, denn jede kaufte etwas. Meine Provision war nicht schlecht, die des Verkäufers wohl auch nicht.

Als ich einige Freundinnen nach dem Ergebnis der ersten Putzorgien in der eigenen Wohnung fragte, berichteten alle von den schwarzen Spuren nach dem Abwischen des Fernsehers und nach der deutlichen Säuberung ihrer Herde. Ich war beruhigt.

Strom sparen im Haus

Donnerstag, September 24th, 2009

Als wir ein Jahr im neuen Haus wohnten, bekamen wir die erste Stromrechnung. Ich dachte mir schon, dass der Abschlag, den wir zahlten, nicht ausreichen würde. Dass es aber gleich eine solch horrende Summe war, die wir nachzahlen mussten, schockte uns sehr. Es war Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie und wo wir Strom sparen konnten. Auf die Waschmaschine und auch auf den Trockner konnte ich nicht verzichten. Allerdings war es wohl wirklich die Überlegung wert, vielleicht ab und an ein Programm mit einer niedrigeren Temperatur und einen kürzeren Waschgang auszuprobieren. In Zukunft würden wir auch darauf achten, dass nicht im ganzen Haus die Lichter brannten, sondern nur in den Zimmern, in denen sich auch Personen aufhielten. Der Konsens unserer Diskussion war, dass wir uns nicht einschränken wollten, sondern nur das Überflüssige reduzieren würden.

Wo kann man im Haus sonst noch Strom sparen? Die Geschirrspülmaschine wegzulassen und dafür mit der Hand zu spülen kam nicht in Frage. In Zukunft wollte ich aber wenigstens die großen Töpfe mit der Hand spülen und so vielleicht zwei bis drei Spülgänge pro Woche einsparen. Auch die Stand-by Funktion unserer Elektrogeräte wollten wir nicht mehr so oft nutzen. Nach etwas Recherche im Internet war noch etwas Neues auf der Liste. Heißes Wasser aufzusetzen, statt kaltes spart eine enorme Summe im Jahr. Die Restwärme der Ofenplatte und des Backofens zu nutzen, war auch nicht so schwer. Es waren einige Änderungen im Haus erforderlich, und auch der Alltag würde einige Neuerungen bringen. Das Strom sparen half: Die nächste Rechnung brachte eine Gutschrift und deutlich niedrigere Abschlagszahlungen.

Antike Möbel für die Wohnung

Dienstag, September 22nd, 2009

Neulich hatte ich eine Diskussion mit einer Arbeitskollegin. Es ging um die Art, wie man eine Wohnung einrichtet. Sie selbst war absolut begeistert von antiken Möbeln. Ich wiederum fand die alten Stücke wunderschön anzusehen, hielt aber selbst nicht viel davon. Nicht in meiner Wohnung. Meine Kinder sollten nicht als eine der wichtigsten Aussagen ihrer Eltern den Satz: „Pass auf die gute Couch auf!“ hören. Unsere Möbel waren gut, nicht zu modern, nicht zu spießig. Als ich meine Argumente vorbrachte, war die Kollegin beinahe pikiert. Ich erklärte mich weiter. Was man doch alles mit dem Geld machen könne, denn richtige antike Möbel seien ja auch nicht billig. Sie entgegnete, dass es doch ein Zeichen von Status und Wohlstand sei, wenn man sich so schön, wie möglich, einrichtete.

Beinahe kam es mir vor, als fühle sich die Kollegin persönlich angegriffen. Dabei wollte ich doch nur meine Meinung äußern, nämlich darüber, wie unzweckmäßig ich antike Möbel für eine Wohnung halte, in der Kinder und Haustiere ihr sprichwörtliches Unwesen treiben. Ich weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern würde, wenn ich älter werde. Am Abend erzählte ich meinem Mann von dem Gespräch. Auch er stimmte mir zu, dass er antike Möbel nicht in der Wohnung haben wolle. Er ging noch weiter und meinte, so etwas gehöre in ein Schloss oder ein anderes historisches Gebäude. Unsere Wohnung gefiel uns. Es war unser Reich, nicht unser Statussymbol.

Am nächsten Tag entschuldigte ich mich bei meiner Kollegin, weil ich vielleicht doch etwas zu harsch meine Meinung über Wohnung und antike Möbel kundgetan hatte. Sie meinte: „Schwamm drüber! Jeder nach seiner Fasson, oder?“

Kerzen im Haus brennen lassen

Sonntag, September 20th, 2009

Einen großen Schreck bekam ich, als ich eines Tages beim Einkaufen an der Kasse stand. In aller Hektik, die Beruf und Hausarbeit so mit sich bringen, musste ich noch schnell weg, um einige Sachen für das Abendessen zu besorgen. Mein Schatz isst so gerne Fisch und da unser Kennenlerntag war, wollte ich ihn natürlich mit etwas Besonderem überraschen. Der Tisch war schon gedeckt, die Kinder bei den Schwiegereltern. Um zu sehen, wie die Kerzen auf dem Tisch wirken, habe ich sie angezündet. Das Haus zu verlassen, ohne noch einmal nach dem Rechten zu sehen, war sonst nicht meine Art. Warum ich so in Gedanken war, weiß ich gar nicht mehr; wahrscheinlich war die Tatsache schuld, dass ich einfach schon ziemlich spät dran war.

Ich stand also so an der Kasse im Supermarkt, da fiel mir ein, dass ich die Kerzen brennen lassen hatte. Bei der Tischdeko war ich mir nicht sicher, dass sich auch wirklich nichts entzünden konnte. Hatte ich das Fenster zugemacht? Nicht dass ein Windstoß die Vorhänge zu den Flammen wehen würden. Ich geriet in Panik. Bargeld hatte ich, wie immer, nicht dabei und der PIN meiner Karte wollte mir nicht einfallen. Beim dritten Versuch konnte ich dann zitternd doch die richtige Zahlenkombination eintippen. Unser Haus würde wohl schon lichterloh in Flammen stehen. Weinend und mit Herzrasen fuhr ich nach Hause.

Tatsächlich brannte die Kerze auf dem Tisch noch. Ich ärgerte mich sehr über meinen Leichtsinn. Schließlich lernten die Kinder schon im Kindergarten, dass man keine Kerzen brennen lassen darf, wenn man das Haus verlässt. In Zukunft werde ich besser nachdenken. Nach dem Schock wurde es aber ein wunderschöner Abend.

Das Müllproblem im neuen Haus

Freitag, September 18th, 2009

Als wir umgezogen waren, hatte ich eine Sache total aus den Gedanken verdrängt. Es musste ja noch eine Möglichkeit zur Mülltrennung geschaffen werden. Ich hatte keine Lust, jedes einzelne Stück Papier in die Altpapiertonne zu tragen. Dass der Restmüll öfters aus dem Haus getragen werden muss, war ja klar. Wohin aber mit Dosen, Flaschen und Plastik, den nervigen Pfandflaschen, die so viel Platz wegnahmen? Woanders gab es ja diese gelben Säcke, aber wir mussten unseren Recycling Müll zum Wertstoffhof beziehungsweise zum Container bringen. Jeden Tag diese Runde zu drehen, das hatte ich nicht vor.

In meiner Küche wollte ich die Sachen auch nicht haben. Also kam eigentlich nur noch die Speisekammer in Frage. Hier stellte ich einige Behälter auf, die wir dann immer samstags, wie alle anderen konservativen Immobilienbesitzer, zum Wertstoffhof bringen würden, um sie zu entleeren. Dass die Ordnung hier schwerer zu halten war, als ich zunächst dachte, stellte sich sehr bald heraus. Die Kinder wollten oder konnten manche Materialien nicht unterscheiden. Außerdem war es nicht leicht, so viele Behälter unterzubringen, wie es die Mülltrennung vorschrieb. Dosen und alles andere musste sauber ausgewaschen werden, wenn man nicht Gestank und Fliegen im Haus haben wollte. Mit der Zeit spielte sich das ein, worüber ich ganz froh bin.

Dennoch ist es ein ganz schöner Aufwand, den die Konsumwelt von heute den Menschen aufbürdet. Will man hier wirklich alle Richtlinien befolgen, ist man nach dem Einkauf mit der Mülltrennung länger beschäftigt, als mit dem Kauf der Waren an sich. Mittlerweile nehme ich schon die Hälfte der Umverpackungen nicht mehr mit, um nicht so viel Müll im Haus haben zu müssen.

Gut, dass es bei uns keine Baumängel gab

Mittwoch, September 16th, 2009

Immer wieder sieht man es ja in den Medien, welche horrenden Folgen es hat, wenn die Immobilie, die man sich kauft oder bauen lässt, nicht fachgerecht errichtet wurde. Oftmals sind es schon die Architekten, die ihre Aufgabe nicht ernst nehmen oder aus Profitgier die Bauherren nicht darauf hinweisen, dass beispielsweise der Boden unter ihrer Immobilie nicht geeignet ist, um einfach ohne Vorbereitungen darauf ein Haus zu errichten. Pfusch und Schwindel mit den Materialien ist ein weiterer Grund, aus dem Immobilien, kurz nach ihrer Fertigstellung, schon fast nicht mehr bewohnbar sind.

Mich überläuft jedes Mal ein kalter Schauer, wenn ich die Bilder über diese Baumängel sehe. Schimmelige Räume, kaum wenige Monate fertig, verursacht von Rissen in den Wänden, in denen man ganze Tennisschläger verschwinden lassen könnte! Da bin ich jedes Mal froh, dass wir von diesem Unheil vollkommen verschont geblieben sind. Unsere Handwerker und alle, die uns durch die Bauzeit begleitet haben, waren kompetent und ehrlich. Sicher gab es auch bei uns Pannen, aber keine solchen, die sich auf die Immobilie an sich ausgewirkt hätten. Wir konnten unser Haus vom ersten Tag an in vollen Zügen genießen.

Mitleid habe ich immer mit den armen Familien, die teils mit ihren Kindern in den maroden Neubauten leben müssen, weil die Raten für die Bauruine eine weitere Zahlung von Miete unmöglich machen. Die Gegenpartei, die für die Baumängel verantwortlich ist, zieht sich aus der Affäre, streitet alles ab. Bis Gutachter die Fakten geklärt haben, ist der finanzielle Atem der armen betrogenen Menschen am Ende, sie stehen vor dem Ruin. Immer wieder hört und liest man auch, dass die Bauherren der Immobilie und ihre Familie krank wurden, weil der Ärger und die Bedingungen im eigentlich neuen Haus ihnen an die Substanz gingen. Ich kann wirklich immer wieder nur betonen, wie glücklich ich bin, dass wir mit solchen Problemen nichts zu tun bekamen. Da müsste man fast auf Holz klopfen.

Wohnung und Miete vs. Immobilien als Eigentum

Montag, September 14th, 2009

Als wir so mit unseren neuen Freunden, die jetzt in unserer alten Wohnung lebten, zusammen saßen, diskutierten wir auch, was es für Vor- und Nachteile hatte, ein eigenes Haus zu besitzen, beziehungsweise in Miete zu leben.

Für beide Parteien stand fest, dass es bedeutend sorgloser war, in Miete zu leben. Die Wohnung übernahm man fix und fertig, wenn etwas kaputt war, informierte man Hausmeister beziehungsweise Vermieter. Man brauchte sich um das Heizöl keine Sorgen zu machen, stand in keinerlei Verpflichtung, außer dass man vor dem Auszug rechtzeitig kündigen musste. Kam man mit den Nachbarn zu Recht, war es also eigentlich das bedeutend stressfreiere Leben, eine Wohnung zu mieten.

Das Gegenargument, das auf den Tisch kam, war, dass man ein Leben lang eine Menge Geld bezahlte, was aber dann niemals das „Eigene“ war, wie Immobilien, die man sich hart erarbeiten musste, die der Familie aber dann irgendwann gehörten, wenn nichts dazwischen kam. Die plötzliche Arbeitslosigkeit meines Mannes wurde wieder zum Thema, als es um das Risiko ging: Es wäre damals nur eine Frage der Zeit gewesen, bis wir uns die Raten nicht mehr hätten leisten können, wenn mein Mann nicht so schnell wieder Arbeit gefunden hätte.

Auch die Arbeit, die mit den eigenen Immobilien immer verbunden war, war eigentlich ein Gegenargument. Wir schilderten unseren Freunden aber, wie viel Spaß die meisten Arbeiten an Haus und Garten machten, und entkräfteten das Argument auf diese Weise sehr schnell. Man arbeitet in den eigenen Immobilien ja schließlich zum eigenen Nutzen. In der gemieteten Wohnung hat man dieses Gefühl der Zufriedenheit nicht.

Hauskredit und neue Schulden

Samstag, September 12th, 2009

Der Kredit für unser Haus würde uns, wenn wir nicht im Lotto gewinnen würden, noch einige Jahr in Atem halten. Nun hatte ich mit unserer Familienkutsche einen Unfall, natürlich aus eigener Unachtsamkeit. Ich war in den Graben gerutscht, auf die Seite gekippt. Dadurch war der Rahmen verzogen, das Auto war somit ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ein neues Auto musste her. Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns, zunächst einmal mit der Bank zu reden, ob wir nicht den Kredit für ein völlig neues Fahrzeug bekommen könnten. Damit wäre dann wenigstens einmal für 10 Jahre weitestgehend Ruhe.

Der Gedanke an neue Schulden lag mir etwas auf dem Magen. Trotzdem begleitete ich meinen Mann zum Termin bei der Bank. Unsere Unterlagen, wie Gehaltszettel und so weiter nahmen wir mit. Eigentlich war uns vorher schon klar, dass wir den Brief vom neuen Auto wohl auf der Bank hinterlegen mussten, denn sehr viele andere Möglichkeiten würde es nicht geben. Meine Eltern oder Schwiegereltern in eine Bürgschaft zu drängen, das wollten wir nicht, da waren wir uns einig. Der Kredit für das Haus forderte eine Rate, die wir auch an Miete hätten bezahlen müssen. Das Geld fehlte also nicht wirklich. Mein Zusatzjob war sicher, weitere Kinder hatten wir nicht geplant. Also konnten wir nach dem zweiten Termin auf der Bank mit dem Kreditvertrag in der Tasche nach Hause gehen.

Ein neuer Kombi steht nun vor der Tür, unser ganzer Stolz. Wir gehören eben jetzt auch zu den Menschen, die sich ihren Wohlstand auf Pump leisten. Aber solange nichts Gravierendes geschieht, sind wir finanziell immer noch in trockenen Tüchern.