Archive for Juli, 2009

Keine Immobilie darf ohne Fotos entstehen

Dienstag, Juli 21st, 2009

Mein Geburtstag fiel in die Zeit, als der erste Bauabschnitt begann. Die Feier fiel angesichts der Baumaßnahmen relativ klein aus. Dennoch ließen es sich meine Eltern nicht nehmen, mir eine Digitalkamera zu schenken. Diese dürfe doch bei einem Bauvorhaben überhaupt nicht fehlen. Man müsse doch jeden Bauabschnitt fotografieren.

Die Pannen festhalten, aber auch die Erfolge. Ich war etwas skeptisch, ob mir die Zeit dazu bleiben würde. Aber ich freute mich über die nicht ganz billige Kamera und probierte sie auch gleich aus. Wo sonst als auf der Baustelle? Natürlich war hier noch nicht allzu viel zu sehen. Auch die ersten Fotos, vom leeren Grundstück und vom Bagger in Aktion fehlten. Diese hatte aber mein Schwiegervater festgehalten. Also war doch alles komplett. Es würden sicher noch Hunderte von Bildern werden, bis zu dem Tag, an dem wir aus der Wohnung und in das neue Haus ziehen sollten. Doch ich stellte mich der Herausforderung.

Wieder war es mein Schwiegervater, der mir den entscheidenden Tipp gab, was man mit den Bildern dann anfangen könnte. In einem Fotobuch eine Chronik unseres Hausbaus zu gestalten hielt ich sofort für eine gute Idee. Er selbst gab mir Rat, wie ich die Bilder auf dem Laptop sammeln könnte, dass ich sie hinterher nicht noch sortieren musste. Die Erstellung dieses Bildbandes verschob ich aber auf die Zeit nach dem Umzug.

Und das war gut so, denn es wartete laut anderer Bauherren, zu denen wir mittlerweile auch Kontakt hatten, noch so viel Arbeit, so viel Pech und so viel Ärger auf uns, dass das mit dem Buch ohnehin nichts geworden wäre. Der Erfahrungsaustausch war uns sehr wichtig, hier war immer ein Gesprächsthema. Freundschaften hatten wir mit den ebenfalls im Bau befindlichen Nachbarn auch geschlossen. Ich freute mich immer mehr auf die Zukunft im eigenen Heim.

Erste Einrichtungspläne für unser Haus

Montag, Juli 20th, 2009

Obwohl sich alles noch im Rohbau befindet, ist es immer wieder schön, durch große Einrichtungshäuser zu schlendern und sich diverse Küchen, Schlafzimmer und auch Bäder anzusehen. Es macht sogar richtig Spaß sich das neue Haus mit Einrichtung vorzustellen. Allerdings sind wir von diesem Stadium noch sehr weit entfernt. Im Moment könnte man in diesem Haus noch die Sterne ansehen, da das Dach noch nicht eingedeckt ist.

Für das Bad haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht. Ich wollte schon immer einmal einen großen Whirlpool. Diese haben so eine tolle entspannende Wirkung und laden einen gerade zu ein, die Seele baumeln zu lassen. Es sollte aber ein Whirlpool sein, der groß genug ist für alle Familienmitglieder. Das brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Das Bad war zuerst nicht so groß eingeplant. Ich möchte allerdings nicht auf meinen geliebten Blubberfreund verzichten und jetzt haben wir die Planung einfach etwas abgeändert und das Bad ist dafür groß genug.

Inzwischen suche ich auch schon ganz gezielt nach der passenden Whirlwanne. Die Auswahl ist grandios. Ich dachte nicht, dass ich so viele verschiedene Arten von Whirlpools bei meiner Suche entdecken würde. Nach einer ausführlichen Beratung und einem kleinen Gespräch mit den Kindern haben wir uns für einen Spa für zwei Personen entschieden. Massageprogramm und Radio sind schon mit dabei. Wir freuen uns jetzt schon auf die erste Nutzung, auch wenn dies noch einige Zeit dauern wird, bis wir endlich in den Pool steigen dürfen. Nach einem harten langen und anstrengenden Bautag wäre das jetzt allerdings schon genau das Richtige für uns. Bestellt ist er schon.

Der erste Aerger mit der Immobilie

Sonntag, Juli 19th, 2009

Es regnet. Und es regnet ins neue Haus. Während ich hier sitze, warte ich auf die Handwerker, die die Sache am Dach in Ordnung bringen müssen. Gut, dass Torsten das überhaupt gesehen hat. Er war richtig sauer, als er die Firma anrief, die das Dach fertig gemacht hat.

Der Chef war auch innerhalb einer halben Stunde hier. Was genau da schief gegangen ist, weiß ich nicht. Ich will es auch gar nicht wissen. Ich möchte nur, dass hier so schnell wie möglich wieder alles in Ordnung ist. Zumindest kostet die Reparatur kein Geld, so viel steht schon einmal fest.

Wenn die Handwerker wieder weg sind, werde ich ein heißes Bad im Whirlpool nehmen. Es ist kaum zu fassen, wie viel Frust sich ansammeln kann, und das innerhalb eines Augenblicks. Gerade war alles noch in Ordnung, und dann entdeckt man so etwas. Ich hoffe nicht, dass das Wasser, das herein getropft ist, irgendwelche Folgen hat. Auf dem Speicher stehen keine wichtigen Dinge, und der Boden wurde nur etwas nass. Es wird hoffentlich gut ausgehen.

Meine Laune wird gerade schon etwas besser.

Resuemee: Die alte Wohnung fehlt niemandem

Samstag, Juli 18th, 2009

Ich bin zurück: Das Internet funktioniert und ich kann endlich wieder von unserem Haus berichten. Aber auch über die alte Wohnung, die eigentlich schon fast vergessen ist, möchte ich noch berichten. Der Abschied war leicht. Wie verwaist und leer diese Räume doch jetzt aussahen. Ich wollte eine Viertelstunde alleine sein. Ich saß in der leeren Wohnung, auf dem Boden, und ließ all die Zeiten noch einmal Revue passieren. Wir waren hier sehr lange Zuhause gewesen. Alle drei Kinder waren als Baby hier durch die Zimmer gekrabbelt, mit dem Gehfrei gerutscht. Die ersten Schritte, aber auch die ersten Zähne haben wir hier zusammen erlebt.

Unsere ganz eigene Daily Soap wurde hier geschrieben. Ich war mir aber nach einigen Minuten sehr sicher, dass wir alles richtig gemacht haben. Das neue Haus stand prächtig und schön in seiner Siedlung, die Möbel und alles Hab und Gut war eingerichtet. Wir hatten uns zwei Tage Pause gegönnt, bevor wir die alte Wohnung besenrein machten. Der Vermieter wollte hier ja einiges umbauen, deshalb mussten wir nicht streichen oder andere Dinge in Ordnung bringen. Die Kaution bekamen wir auch zurück; sie war genau richtig, um die fehlenden Möbel zu ersetzen. Die zwei Mädchen hatten in der alten Wohnung ein Zimmer zusammen, nun aber jede ein eigenes. Da fehlten noch einige Sachen.

Für uns war das neue Haus sofort zum Heim geworden. Nichts fühlte sich fremd oder unbekannt an. Im Gegenteil. Die Kinder brausen durch die Räume, erledigen wie selbstverständlich in ihren Zimmern die Schulsachen und für mich war die Hausarbeit, als hätte ich sie nie irgendwo anders gemacht. Das große Vorhaben Umzug war Dank der Hilfe vieler Freunde sehr glatt verlaufen. Auch meinen Pflanzen war nichts geschehen, größere Schäden blieben aus. Es ist ein sehr gutes Gefühl, das Leben wieder in Ordnung zu wissen. 

Die Welt war etwas ins Wanken gekommen, als mein Mann seine Arbeit verlor. Das Glück, das wir hatten, hier nicht schon vor dem Umzug alles aufgeben zu müssen und die Immobilie an die Bank zu verlieren, wissen wir sehr zu schätzen. Auch, dass unsere beiden neuen Chefs uns so sehr unterstützten, war einfach Fügung. Natürlich sind wir hier mit großem Engagement dabei, die Gegenleistung für das viele Verständnis zu erbringen.

Das schönste ist, dass wir endlich wieder Zeit füreinander haben. Sowohl die Kinder, als auch unsere Ehe, viele Hobbys: Alles kam zu kurz, während der Bauphase. Nun nutzen wir die Wochenenden zum Teil, um noch einige Handgriffe zu erledigen, aber es wird auch wieder ins Schwimmbad gefahren und gründlich ausgeschlafen, gespielt und gekuschelt. Das Kochen darf jetzt wieder Zeit in Anspruch nehmen. Es macht auch in der neuen Küche durchaus Spaß, seine Lieben zu verwöhnen. Auch ohne Urlaub sind wir zu Hause angekommen, haben wieder Ruhe gefunden. Die ganzen Streits, die wegen dem Stress manchmal richtig eskalierten, sind vergessen. Der Hund gehört mittlerweile zur Familie, als wäre er schon immer da. Es ist einfach schön. Nächste Woche werde ich endlich das Fotobuch erstellen. Die letzten Bilder, vom Bau der Garage, sind endlich auf dem Laptop.

Wenn der Winter vorbei ist, kommt noch einmal etwas Arbeit auf uns zu. Die Einfahrt muss noch gepflastert werden und auch der Garten verlangt noch nach einer deutlichen Verschönerung. Aber das ist jetzt erst einmal nicht wichtig. Alle, die hier wohnen, freuen sich: Über unser neues Leben, auf das Weihnachtsfest und natürlich darüber, dass die Familie wieder Zeit füreinander hat. So stressig das Vorhaben, die eigene Immobilie zu bauen, auch manchmal war, es ist die Krönung unseres Lebens. Wir werden noch einige Jahre an den Raten zahlen, aber das ist uns egal. Wir lieben uns und können endlich das Familienleben wieder voll genießen. Und das ist doch letztendlich das Wichtigste auf der Welt, oder?

Ein neuer Garten: der Gartenteich

Freitag, Juli 17th, 2009

Die Folie für unseren Gartenteich vor dem neuen Haus hatten wir schon lange zu Hause. Als ein Laden bei uns in der Stadt Ausverkauf hatte, war die 70 Prozent reduziert. Da mussten wir natürlich zuschlagen. Am Übergang von der Terrasse zum Garten war ein kleiner Abhang, in diesen solle der Gartenteich eingelassen werden. Auch hier trauten wir uns nicht ohne Hilfe an die Arbeit. Mein Vater war hier der Fachmann. Vor meinem Elternhaus waren, seit ich denken kann, immer Fische im Teich, den mein Vater immer wieder erneuerte und umgestaltete. Hier zu sitzen, war schon in Kindertagen wunderschön. Dieses Erlebnis und dieses Glück wollte ich meinen Kindern nicht vorenthalten. Auch Torsten war meiner Meinung. Allerdings sollten bei uns die Goldfische Einzug halten, keine Koi Karpfen, wie bei meinem Vater. 

Mit der Folie allein war es nicht getan. Mein Vater fragte uns nach unseren Vorstellungen. Es sollte ein Teich werden, der sich über mehrere Etagen durch den kleinen Abhang verteilte. Die entsprechende Pumpe gab es im Baumarkt. Aber wie das ganze stabil zu bekommen wäre, wussten weder Torsten noch ich. Da war jetzt mein Vater der Heimwerkerkönig. Er zeichnete einen Plan, an dem wir noch kleine Korrekturen vornahmen, danach bat er darum, dass man ihn einfach machen lasse. Gesagt, getan. Torsten und die Kinder fuhren ins Bad, ich mit meiner Mutter einkaufen. Auch im Gartencenter fuhren wir vorbei. Wir sollten zwar einige Pflanzen von den Eltern bekommen, aber einigen Zubehör und eine schöne große Schilfstaude wollte ich doch selbst besorgen. Im Baumarkt trafen wir meinen Vater. Auch er war unterwegs, um noch einiges Material zu besorgen. „Frag nicht, ich mach das schon.“ So fertigte er mich ab und ließ uns stehen.

Als wir am Abend nach Hause kamen, war Vater immer noch zu Gange. Er ließ gerade das Wasser in den Teich, um den herum es aber noch wüst und unordentlich aussah. Siehe da, das Wasser nahm genau die Wege, die es sollte. Um den Rest wollten wir uns am nächsten Tag alle zusammen kümmern. Der Rücken meines Vaters schmerzte, also ließ ich ihm ein Bad im Whirlpool ein, während Mutter und ich das Abendessen zauberten. Es gab natürlich das Leibgericht meines Vaters, Schnitzel und Salat. In der Zwischenzeit war auch Torsten mit den Rackern wieder zu Hause. Die Eltern blieben im Gästezimmer über Nacht, weil wir ja am nächsten Morgen früh weiter arbeiten wollten. Wie schön wäre ein Frühstück auf der Terrasse gewesen, doch die Gartenmöbel waren immer noch nicht ausgesucht oder bestellt. Also wurde im Esszimmer gespeist, und dann ging es zu siebt in den Garten hinaus. Am Nachmittag musste mein Vater dann eben weg. Die Pflanzen waren alle ausgebracht. Einige blühende Elemente hatte ich gekauft, und auch ein paar Verzierungen gab es schon. Als Vater zurückkam, hatte er den familieneigenen Anhänger am Wagen. Darauf waren – ich traute meinen Augen nicht – sechs Stühle und ein Tisch aus seinem Garten. „Das schenk ich euch! Ich kauf mir was neues.“ Jubelnd fiel ich ihm um den Hals.

Immer noch war nichts von einem Blumenbeet zu sehen, immer noch war kein Ernteerfolg zu erwarten. Doch unser Garten hatte sich vom Acker zum gefühlten Paradies entwickelt. Wieder einmal war es Zeit, nicht nur auf den Erfolg anzustoßen, sondern auch ganz laut ein dickes Dankeschön auszusprechen. Ach ja. Aus einem Eimer zauberte mein Paps auch noch zwei Fische heraus. Dies waren die ersten Bewohner unseres Gartenteichs. Bello blickte argwöhnisch auf die stummen Zeitgenossen, die bis zum Ufer schwammen, um ihr neues Reich zu erkunden. Aber unser Hund und Wasser sind absolut inkompatibel. Die Teichbewohner müssen sich also keine Sorgen machen, außer, die Nachbarskatze schaut vorbei.

Stress schon vor dem Bezug des neuen Hauses

Freitag, Juli 17th, 2009

Ich dachte eigentlich, der wirkliche Stress würde erst beginnen, wenn ich mich für den Umzug fertigmachen müsste. Unsere Wohnung war noch nicht in Ansätzen ausgeräumt, das Haus stand noch nicht einmal bis zum 1. Stock im Rohbau. Und doch war ich nahezu jeden Tag unterwegs, um schnell irgendetwas im Baumarkt zu holen, weil etwas ausgegangen war. Auch die Handwerker, die auf der Baustelle am Werkeln waren, hatten alle Nasen lang eine Frage. Mein Mann war arbeiten, er wollte seinen Urlaub für die heiße Phase am Schluss des Baus aufsparen. Also tingelte ich zwischen Baustelle, Baumarkt und Telefon umher, weil ich selten etwas entscheiden konnte, was mit den Bauarbeiten zu tun hatte.

Daneben war noch mein Halbtagsjob, die Kinder mit ihren Hausaufgaben und natürlich unser neuer Freund Bello. Meine Kinder unterstützten mich, so weit es ging, unsere älteste hatte sogar angeboten, abzuspülen oder ähnliche Hausarbeit zu unternehmen. Auch Eltern und Schwiegereltern halfen, wo sie konnten und mein Mann verbrachte jeden Abend auf dem Rohbau. Irgendwann war es aber dann doch zu viel.

Ich hatte Sodbrennen und Magenschmerzen, konnte kaum noch schlafen und steigerte mich in einen Stress hinein, der eigentlich gar nicht so schlimm hätte sein müssen. Ich wollte aber doch alles perfekt machen. Meine Freundin war es dann, die einmal auf den Tisch haute und mich eine Woche zum Fastenwandern nach Sylt entführte. Ach, war das herrlich. Schon am zweiten Tag hatte ich den Kopf wieder frei und konnte mich wieder selbst finden. Die Frust-Pfunde purzelten zusehends und ich kam fit und erholt nach Hause.

Alle freuten sich über meine neue gute Laune. Die Fortschritte auf der Baustelle waren beachtlich, und das ganz ohne mein Zutun. Unser Hund begrüßte mich, als wäre ich Ewigkeiten weg gewesen, und auch mein Torsten drückte mich etwas fester als sonst. Meine Kinder empfingen mich mit Plakaten, auf denen Willkommen daheim stand. Es tut gut, geliebt, aber auch vermisst und gebraucht zu werden.

Fleissige Bauhelfer aus der Familie und dem Freundeskreis

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Bauen ist nicht nur anstrengend, sondern macht auch hungrig. Sind die Helfer satt und zufrieden, geht die Arbeit natürlich gleich viel schneller voran. Auf einem Rohbau sind sehr viele Sachen zu erledigen, die von Freunden oder der Familie erledigt werden können. Ohne solche Helfer würde der Hausbau um einiges teurer werden. Natürlich möchten auch wir Geld sparen und können nicht alles von einer Firma erstellen lassen.

Viele Freunde und auch unsere Familien helfen uns regelmäßig beim Bau des Hauses. Allerdings möchten diese auch gut versorgt sein. Hungrige Arbeiter wollen wir auf unserer Baustelle nicht haben. Aus diesem Grunde haben wir uns einen ansehnlichen und auch sehr guten Grill gekauft. In der Wohnung konnten wir nicht grillen und leben jetzt auf dem Bau unsere Leidenschaft für den Grill voll aus.

Es macht richtig viel Spaß sich mit Freunden und natürlich auch der Familie um den Grill zu versammeln, etwas zu essen und über die Fortschritte auf dem Bau zu reden. So kommen alle immer wieder zusammen und es werden wichtige Informationen ausgetauscht. Solche Pausen sind aber auch für das Team gut. Eine kleine Stärkung vom Gasgrill gibt wieder Kraft zum weitermachen. Auch die Motivation der anderen ist für mich sehr wichtig. So kann ich mich nach jedem anstrengend und doch sehr belastenden Baustellentag morgens wieder aus dem Bett bequemen und zur Baustelle fahren. Alle, die sich auf unserer Baustelle befinden arbeiten Hand in Hand und so sind die Fortschritte im ersten Stock schon zu sehen.

Fehlt etwas, um weiter zu arbeiten, so findet sich unter den Helfern auch schnell jemand, der das fehlende Teil besorgt. Manchmal ist es sehr anstrengend und geht bei uns allen an die Substanz, wenn Teile fehlen oder die Arbeit nicht so verrichtet werden kann. Nach einem guten Mittagessen mit Steak, Würstchen und einem kalten Bier haben sich aber auch die Gemüter wieder beruhigt und die Arbeit wird wieder aufgenommen.

Der Neue Garten Teil 2

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Teil zwei unserer Arbeiten im eigenen Garten war das Setzen der Buchsbaumhecke, die später einmal ein natürlicher Zaun zum Nachbarn werden sollte. Etwas mickrig sahen die Pflänzchen schon aus, aber sie waren weit billiger, als ihre schon etwas ausgewachseneren Artgenossen, die es auch zu kaufen gegeben hätte. Ein Johannisbeerstrauch, einige Hagebutten, eine Stachelbeerstaude und einige andere Sträucher landeten dann auch im Einkaufswagen im Gartencenter. Auch mein heiß ersehnter Rhododendron kam endlich ins Haus. Nun wussten wir aber nicht so recht, wie wir die Sträucher einpflanzen konnten.

Auch mit den besorgten Obstbäumen wussten wir nicht weiter. Ohne professionelle Hilfe kamen wir hier nicht weiter. In der Stadt hatte ich beim Vorbeifahren ein Plakat gesehen. Darauf bot eine Firma ihre Dienste in der Gartengestaltung an. Im Internet fand ich nach einiger Suche die Adresse und die Telefonnummer. So war dann schnell der erforderliche Profi im Haus. Hätten wir all die teuren Pflanzen selbst gesetzt, wäre das alles andere als ein grüner Garten geworden.

Die Profis suchten die idealen Standorte aus und wussten auch, wie die Sträucher zu bewässern und in welcher Tiefe sie einzugraben waren. Die Dienstleistung war letztendlich nicht viel teurer, als die entsprechende Fachliteratur gewesen wäre. So war binnen kürzester zeit alles an seinem Platz und wir wurden auch noch darüber unterrichtet, wie es mit der Pflege weitergeht. Siedend heiß fiel mir ein, dass wir weder einen Rasenmäher noch einen Trimmer für die Ecken besaßen. An was man als neuer Hausbesitzer doch alles denken muss! Im Baumarkt besorgten wir uns eine Grundausstattung.

Einen Rasenmäher mit Auffangbehälter, einen kleinen Rasentrimmer und einige andere Werkzeuge kamen ins Haus. Am selben Abend noch standen wir auf der mittlerweile fertig gefliesten Terrasse, betrachteten unser Werk und waren schon beinahe zufrieden. Neben den Gartenmöbeln, die wir jetzt dann im Internet bestellen, fehlte ja nur noch der Schuppen, das Treibhaus, die Beete, das Gemüse, die Blumen.

Der neue Garten Episode 1

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Nachdem die Hofeinfahrt nun gepflastert war und ich nie wieder Schneeschipp-Probleme kriegen würde, kam endlich auch der Garten an die Reihe. Der erste Angriff erfolgte wieder an einem Wochenende. Der Boden musste eingeebnet werden, was aber mit Rechen, Harken und einigen Schaufelstichen erledigt war. Bevor die Bauleute im Herbst abzogen, hatten sie noch pro Forma etwas Ordnung geschaffen. Was fehlte, war eine Schicht Humus.

Diese bestellten wir und ließen sie uns liefern. Auf dem geebneten Flächen um das Haus herum wurde das kostbare Erdreich nun verteilt. Die Packungen mit Rasensamen lagen schon bereit und auch zur Bewässerung war alles vorbereitet. Danach mussten wir erst einmal ein wenig warten.

Die betonierte Terrasse zu fliesen war eine Arbeit, der sich Torsten immer wieder nach Feierabend widmete. Was diese kleinen Veränderungen schon bewirkten! Das Gras wuchs, und so machten wir uns langsam Gedanken darüber, wo Beete entstehen sollten. Neben der Einfahrt sollte ein eingefasstes Rosenbeet entstehen. Dieses war unser erster Streich, auch wenn wir wohl in diesem Jahr keine Blütenpracht erwarten konnten. Der erste Schritt war getan.

Pflasterbau vor der Immobilie

Donnerstag, Juli 16th, 2009

Unseren Sparkurs verlassen wollten wir nicht. Es war noch etwas vom Kredit übrig, aber das musste ja nicht alles auf einmal ausgegeben werden. Also informierten wir uns zunächst einmal, was das Verlegen des Pflasters kosten würde. Rüdiger kam uns einmal wieder zu Hilfe. Er meinte: „Das bekommen wir doch zusammen hin.“ Dies bedeutete, er wolle die Steine aus dem Baumarkt holen, und selbst verlegen. Auch dafür wollte er nicht mehr, als ein paar Flaschen Bier und einige Steaks vom Grill. Als das Wetter es endlich zuließ, nahmen wir uns ein Wochenende Zeit für die Hofeinfahrt.

Rüdiger verteilte die Aufgaben. Torsten und er holten mit einem Anhänger mehrere Fuhren der Steine, die ein ordentliches Gewicht hatten. Als alle Steine da waren, fehlte noch Sand. Diesen ließen wir aber vom Kieswerk bringen. Er wurde abgekippt und schon sah es vor dem Haus wieder aus, wie auf einer Großbaustelle. Ich fragte mich, wohin der ganze Sand und die mir viel zu viel erscheinenden Steine sollten. Mein Augenmaß trog. Es war genau ausgerechnet und es blieben nur sechs Steine über.

Rüdiger war der Fachmann. Irgendwoher hatte er eine Rüttelplatte besorgt, mit der er den Kies begradigte. Er zeigte Torsten, wie er den Sand verteilen musste, dass eine gerade Fläche entstand. Darauf wurden dann die Steine verteilt. Aller Anfang war schwer, aber dann ging es Ruck Zuck. Vater und Schwiegervater waren auch gekommen um zu helfen. Per Menschenkette kamen die Pflastersteine an ihren Ort, wo sie von Rüdiger flugs verlegt waren. Was die rote Schnur sollte und warum er manchmal mit einem Gummihammer auf den Steinen herumklopfte, verstand ich nicht, aber das ist ja auch egal. Wichtig ist, dass tatsächlich an einem Tag die Arbeit erledigt war.

Torsten hatte am Abend Blasen an den Fingern. Die Betonsteine, ein Verbundpflaster in Knochenform,  waren seiner zarten IT-ler Haut einfach zu rau. Auch einen Muskelkater vom Feinsten trugen wir alle, sogar Rüdiger, davon. Aber wir hatten das Geld für die Handwerker gespart und das war eine ganze Menge. Nach ein paar Bier waren die Männer nicht mehr invalid sondern einfach nur Helden. Mit dem gesparten Geld konnten wir sicher auch etwas anderes sinnvolles anstellen. Was, wusste ich noch nicht; aber mir fällt bestimmt noch etwas ein!