Archive for Juli, 2009

Alltagsstress mit der Immobilie und Jobwechsel

Freitag, Juli 31st, 2009

Der Sommer ist in den letzten Zügen und langsam, aber sicher, sollte das Haus nun doch endlich fertig werden. Der Stress hat uns allen sehr zugesetzt und inzwischen sieht man es den Helfern auch an, dass sie froh sind, wenn das Haus endlich einzugsfertig ist. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Auch mein Job setzt mir immer mehr zu. Halbtags arbeiten und danach auf der Baustelle weiter machen ist für mich im Moment sehr anstrengend.

Durch Zufall habe ich ein sehr interessantes Angebot entdeckt, dass ich auch angenommen habe. Jetzt arbeite ich in einem Schreibwaren Geschäft. Es macht sehr viel Spaß und die Kollegen sind nett. Ich bekomme zwar weniger Geld als bei meinem alten Job, wenn ich jedoch den Stundenlohn vergleiche, ist das Gehalt jetzt besser. Die Baustelle und dazu auch noch die neue Arbeit ist derzeit doppelt anstrengend. Ich stehe der ganzen Sache jedoch noch sehr gelassen gegenüber. Solange es mir Spaß macht und ich beides gut unter einen Hut bekomme werde ich natürlich weiterarbeiten.

Die Fortschritte am Haus sind auch deutlich zu sehen. Inzwischen sind auch schon einige Wände verputzt. Für mich ist das schon ein richtig gutes Gefühl in ein Zimmer zu gehen und dort nicht mehr die kalten Ziegel betrachten zu müssen. Das Ende der Bauphase rückt immer näher und ich freue mich heute schon auf den Tag der Fertigstellung.

Zustände, wie in der alten Wohnung

Donnerstag, Juli 30th, 2009

Ich bin krank. Eine Sommergrippe. Und irgendwie habe ich doch immer das Glück, dass immer dann niemand Zeit hat, einzuspringen, wenn ich wirklich einmal jemanden brauche. Mag sein, dass das nun ungerecht ist. Aber wie sonst soll ich es verstehen, wenn meine Mutter lieber wandern geht, meine Schwiegermutter ihren Bridge Nachmittag nicht absagen will, wo ich aber doch mit über 39 Grad Fieber im Bett liegen sollte. Statt dessen quäle ich mich durch den Tag, bin gereizt und schlapp, fix und fertig eben. Mein Mann konnte keinen Urlaub nehmen, ein Kollege war ebenfalls krank. Außerdem hatten wir die Gutmütigkeit des Chefs während der ersten Wochen seiner neuen Anstellung durchaus ausgereizt. Seine besorgten Anrufe machen mich noch gereizter, als ich ohnehin schon bin.

Ich will niemanden dazu zwingen, meinen Haushalt zu führen, aber versteht denn niemand, dass ich einfach nur Ruhe brauche und nicht drei Kinder und einen Hund versorgen kann, wenn ich kaum gerade stehen kann? Mein Vater will mir nicht einmal Kopfschmerztabletten aus der Apotheke holen, weil er dazu sein Auto aus der Garage holen müsste. Der Zorn macht alles noch schlimmer. Heute Vormittag habe ich schon kalt geduscht, aber es wird und wird nicht besser. Würde ich so reagieren, wäre die Hölle los.

Die Kinder fragen mich nur etwas, und schon könnte ich an die Decke gehen. Meine Lunge brennt, mein Hals tut weh und die Kopfschmerzen wollen und wollen nicht vergehen. Dass die Arbeit liegen bliebt, ist ja kein Problem, das kann ich nachholen, aber kann mir nicht wenigstens jemand eine Stunde lang die Kinder abnehmen, dass ich zum Arzt fahren kann? Mein Chef murrte auch rum, als ich mich krank meldete. „Lassen Sie mir das nicht zur Gewohnheit werden, ich verlasse mich auf Sie!“ Und das, nachdem ich die letzten Wochen schon die doppelte Stundenzahl, für die ich eingestellt wurde, gerackert habe. Außerdem bin ich nur krank, weil es mich auf dem Heimweg von den Überstunden abgeregnet hat.

Schon nach einem einzigen Tag herrschen hier Zustände, wie in der alten Wohnung, als wir mitten im Bau waren. Mein werter Gatte hat vor lauter Sorge um mich sein Frühstücksgeschirr liegen gelassen, Der Pyjama im Badezimmer auf dem Boden, das nasse Handtuch in der Dusche. Auch die Kinder hatten Chaos gemacht, wo sie nur einen Schritt gemacht haben. Zu allem Überfluss hatte meine liebe Familie unseren Dackel und seine Morgentoilette nicht als ihre Aufgabe betrachtet. Als ich aufstand, war der Gang überschwemmt und mein Bello mehr als schuldbewusst. Ich schimpfte den Hund nicht. Jedes Wort, das ich sage, hämmert in meinem Kopf.

Als die Kinder zu Hause waren, und sich in ihren Zimmern verzogen, um Hausaufgaben zu machen, rief ich den Arzt an. Zu essen gab es das, was es sonst nur in äußersten Notfällen gab: Eine Dose Ravioli; zu mehr war ich heute Mittag nicht in der Lage. Der Arzt hatte wie immer Mittwoch Nachmittags, zu. Seine Vertretung konnte erst am Abend kommen, so lange muss ich mich jetzt gedulden. Ins Bett gehen und die Kinder sich selbst überlassen? Nein. Aber durchhalten ohne ein einziges Medikament im Haus? Das wird schwer. Ich sehe seit Stunden der Uhr beim Ticken zu. Die zeit vergeht so langsam, wenn man etwas herbei sehnt. Sofort, wenn ich den Schlüssel von Torsten in der Türe höre, werde ich ins Bett gehen. Der Arzt kommt, dann kriege ich Medikamente. Dann ist das alles hoffentlich etwas besser. Ob ein Bad im Whirlpool in meinem Zustand gut ist? Ein Tee ist eine gute Idee. Warum bin ich da nicht schon eher drauf gekommen? Oh Gott, sieht die Wohnung aus! Na, vielleicht kann ich mich ja jetzt ein wenig aufraffen. Es tut gut, sich die schlechte Laune von der Seele zu schreiben.

Stolz wie Harry- Das Fotobuch vom neuen Haus ist da

Mittwoch, Juli 29th, 2009

Leider kann ich es nicht herzeigen. Zumindest nicht in dem Maße, wie ich es gerne möchte. Heute Morgen war es in der Post: Das bestellte Fotobuch vom Hausbau. Es war eine Aufgabe, die insgesamt knapp 500 Bilder auszuwählen und zu bearbeiten. Die schönsten 80 Fotos sind aber jetzt in einem Bildband gesammelt. Mein Schwiegervater hatte mich noch einmal unterwiesen. Er gab mir eine URL, unter der ich die Software, die man braucht, herunter laden konnte. Als ich mich damit ein wenig befasst hatte, schloss ich das Programm erst einmal um die Fotos auszusuchen.

Mit einem Bearbeitungsprogramm bekam jedes Bild seinen optimalen Effekt, seine richtige Größe. Da war die alte Wohnung zu sehen, die Bauarbeiter, der Umzugs LKW und natürlich hätte ich am liebsten Stein um Stein fotografiert, wie das neue Haus entstand. Hier habe ich mich aber auf die wesentlichen Bauabschnitte und die ganz besonderen Schnappschüsse konzentriert. Auch unser Bello ist von klein auf immer mal wieder auf einem der Fotos zu sehen.

Ich werde dieses Buch nun allen zeigen, die es interessiert. Meine Mutter kam heute Morgen zum Frühstücken. Sie lachte manchmal hell auf, hatte aber auch Fragen. Diese Maschine, die den Putz mit der Dosiertechnik abmischte und dann an die Außenmauern klatschte: Sie hatte gar nicht mitbekommen, wie das von Statten ging.

Wenn Torsten von der Arbeit und die Kinder aus der Schule kommen, werde ich das Buch natürlich auch gleich auf den Tisch legen. Die werden staunen, was die Mama alles kann. Ein Moment, um bei meinem Schwiegervater mal Danke zu sagen: Danke, Heinrich! Du warst eine große Hilfe. So, wie alle anderen auch, die uns immer unterstützt haben.

Zurück in der alten Wohnung

Dienstag, Juli 28th, 2009

Nach unserem kleinen Intermezzo zum Hochzeitstag, das auch unserer Ehe einmal wieder richtigen Schwung gegeben hat, war die Rückkehr in das wahre Leben, in die immer ungeliebtere alte Wohnung schwer. Gerne wären wir noch etwas länger geblieben, aber der Winter rückte immer näher.

Also packte ich die Taschen aus, hängte das neue Dirndl, das ich mir im Bayernland gekauft habe, in den Schrank und zog die Arbeitsklamotten wieder an. Die Fenster waren drin! Flugs wurden die Neuerungen im Ordner für das Fotobuch gespeichert. Die Kamera war mein bester Freund geworden. Je weiter alles voranging, umso fleißiger knipste ich. Die Handwerker nannten mich nur noch Paparazzi.

Dach fertig, Fenster drin: Das bedeutete den Startschuss für die Heizung. Eine Immobilie ohne Heizung war auch angesichts des freundlichen Wetters, das gerade herrschte, keine schöne Vorstellung. Also suchten wir den Kostenvoranschlag vom Heizungsinstallateur heraus, und ließen ihn sein Werk beginnen. Heute, gerade bevor ich mich hinsetzte, um die Neuigkeiten zu berichten, bekam ich die Meldung, dass alles fertig ist.

Das ging aber schnell. Ich freue mich, aber ich bin müde. Irgendwie bin ich froh, wenn alles vorbei ist. Die Knochen und Gelenke schmerzen, die Kinder und der Job stressen. Ich bekomm langsam wieder Magenprobleme. Aber bald ist es geschafft. PS: Trotz aller Vorfreude: Mir graut es jetzt schon beim Gedanken an den Umzug!

Das Haus kann noch einen Tag laenger warten

Montag, Juli 27th, 2009

Der Stress auf der Baustelle wird leider nicht weniger. Auch wenn das Richtfest inzwischen vorbei ist und das Haus schon sehr imposant wirkt, gibt es noch viel zu tun. Die Fensterbestellung bereitet uns sehr große Schwierigkeiten.

Die Firma war da, hat alle Maße der Fenster aufgeschrieben und lässt diese nun anfertigen. Anscheinend ist aber bei der Bestellung etwas schief gelaufen und es wurde die falsche Farbe geliefert. Auch die Elektriker machen Probleme.

Es klappt nichts so wie es soll. Nervlich sowie körperlich sind wir inzwischen alle ziemlich am Ende angekommen. Ich brauche eine Pause. Es geht einfach nicht mehr. Durch den ganzen Stress auf der Baustelle und den Lieferanten hätte ich auch fast unseren Hochzeitstag vergessen. Mit einer kleinen Überraschung wollte ich Torsten und mir einen Tag Pause verschaffen.

Ich habe ein sehr schönes Hotel ausgesucht und das beste Zimmer dort gebucht. Dann bin ich zu meinem Vater gegangen und habe ihm alle nötigen Unterlagen was die Fenster und die Elektriker betrifft in die Hand gedrückt. Für diesen einen Tag sollte er sich darum kümmern. Hat er auch mit einem sehr verschmitzten Lächeln im Gesicht gemacht. Das Hotel war bestellt, Torsten wusste noch nichts von der Überraschung und die Kinder waren gut bei der Oma untergebracht.

Jetzt fehlte nur noch das passende Outfit. Ich möchte mit meinem Mann einen schönen und auch romantischen Abend verbringen. Ich habe mich auf die Suche nach einem guten Dessous Shop gemacht und wurde auch schnell fündig. Über den Expressversand habe ich mir noch ein elegantes Nachthemd und sexy Unterwäsche bestellt, die ich in der besagten Nacht tragen wollte. Ich habe Torsten ins Auto gesteckt und bin mit ihm in den bayerischen Wald gefahren. Dort befand sich das Hotel, dass ich gebucht habe.

Eine Neue Bauphase beginnt – die Wohnung kann gekuendigt werden

Sonntag, Juli 26th, 2009

Juhu! Der Dachstuhl steht und das Richtfest ist vorüber. Es ist einfach nur wunderbar, dieses Gefühl einen riesigen Schritt näher an der fertigen, einzugsbereiten Immobilie zu sein. Alles lief verdächtig ruhig. Keine Pannen, keine Missgeschicke, keine Verzögerungen. Die Handwerker leisteten top Arbeit, immer wieder kamen Freunde, um uns zu unterstützen. Es nahm alles Formen an, die sich sehen lassen konnten.

Auch, wenn wir unsere Nächte immer noch auf dem Boden verbrachten und dementsprechend schlecht schliefen, waren wir voller neuem Tatendrang. Um uns Ideen zu besorgen, wie das Haus und der Garten einmal aussehen könnten, setzten wir uns in den wenigen freien Minuten an den PC, um uns Bilder auf den Seiten im Internet, auf denen man Immobilien kostenlos inserieren kann, anzusehen. Es war manchmal witzig, wie einig wir uns waren, angesichts mancher tollen Idee, aber auch mancher Geschmacklosigkeit, die wir bei dieser Bildersafari entdeckten.

Einige Gestaltungsideen landeten auf unserem Stichpunktzettel. Allerdings war nichts dabei, was wir direkt so nachmachen wollten, wie wir es sahen. Die Idee für die Balkongeländer wurde leicht abgewandelt, und auch die Zeichnungen gleich angefertigt. Wir wollten unsere Immobilie gleich fertig machen, wie wir sie haben wollten, nicht noch Jahre austauschen und verbessern.

Finanziell bedeutete dies, vielleicht etwas länger verpflichtet zu sein. Aber wenn schon, denn schon. Also sammelten sich die Ideen, die dann so schnell wie möglich verwirklicht werden sollten. Übrigens: Das Türschild mit unseren Namen ist schon fertig. Meine allerliebste Mutter hat sich einen Tag Zeit genommen, um mit den Kindern zu basteln. Es ist wirklich wunderschön geworden. Leider können wir es noch nicht aufhängen. Aber zumindest kann die alte Wohnung langsam gekündigt werden. Und zwar sicher!

Umzug in das neue Haus: Was passiert mit meinen Pflanzen

Samstag, Juli 25th, 2009

Die Diskussion über die Wasserbetten ist gerade beendet, da sticht mir meine Lieblingspflanze ins Auge. Diesen habe ich vor sehr vielen Jahren von meiner besten Freundin geschenkt bekommen. Pflanzen, Kräuter und andere Gewächse gehören zu meinem Leben und sollen auch im neuen Heim einen schönen Platz finden. Vor allem der Wintergarten wird mit großen und sehr imposanten Palmen bestückt werden. Meine Lieblingsblume blüht gerade sehr schön und ich hoffe, dass ich sie heil und ohne Beschädigungen in das Haus mitnehmen kann. Sie ist sehr empfindlich und braucht einen schönen Platz.

Die Orchideen, die sich jetzt noch auf der Fensterbank in der Küche befinden, sollen ebenfalls das Haus erstrahlen lassen. In der neuen Küche ist auch genügend Platz für einige Kräuter. So kann ich meinen Kindern und auch Torsten zauberhafte Menüs kochen, die mit natürlichen Aromen und Kräutern aus eigenem Anbau verfeinert werden.

Auch über den Garten habe ich mir schon einige Gedanken gemacht. Im Moment sieht es um das Haus herum zwar noch nicht so aus, als würde da jemals ein wunderschöner Garten entstehen, aber ich denke, dass dies alles eine Frage der Zeit ist. Große Obstbäume, am besten Apfel, Pfirsich und Kirsche. Rosensträucher und ein paar andere schön blühende Pflanzen sollen dort mit dem Teich und den kleinen Fischen eine Einheit bilden. Für die Kinder und auch den Hund bleibt aber dennoch genügend Fläche um zu spielen. Ich hatte auch an eine schöne Kräuterschnecke gedacht.

Diese würde sich im Garten auch ganz gut machen und die Kräuter müssten sich nicht auf einen kleinen Topf in der Küche beschränken. So könnten sie wachsen und gedeihen. Salbei, Oregano, Thymian und andere wohlschmeckende Kräuter kommen in der Natur und in so einer schönen Kräuterschnecke bestimmt gut zur Geltung. Richtig im Garten platziert kann auch diese bestimmt gut zum Teich und zu den großen Bäumen passen. Allerdings bin ich mir noch nicht genau im Klaren darüber, welche Hecke ich um unser Haus bauen möchte.

Pleiten Pech und Pannen in der alten Wohnung

Freitag, Juli 24th, 2009

Einmal wieder liegt eine Woche voller Stress und Ärger hinter uns. Und das, kurz bevor nun endlich der Dachstuhl und die Fenster fertig gestellt werden sollen. Die Kinder konnten nicht aus dem Haus, weil die Eltern und Schwiegereltern sich, natürlich gleichzeitig, eine Woche Ruhe erbeten hatten. Irgendwelche Handwerker hatten Lieferschwierigkeiten und konnten ihre Arbeit nicht fertig stellen. Darum kümmerte sich aber ausnahmsweise Torsten alleine.

Als er eines Abends total erschöpft von der Baustelle nach Hause kam, ließ er sich nach der Dusche sofort ins Bett fallen. Mit verheerenden Konsequenzen. Das Gestell brach, wir lagen auf dem Boden. Wir wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. Das Ganze war, wie man es kennt, zum ungünstigsten Zeitpunkt passiert.

Als Notbehelf flog das Holz aus dem Schlafzimmer, die Matratzen landeten auf dem Boden, was vor allem unserem Dackel sehr gefiel. War es doch nun viel leichter, zu Mami und Papi ins Bett zu kommen. Die Diskussion über neue Betten verschoben wir auf den nächsten Morgen. Uns tröstete der Gedanke, dass all unsere neuen Nachbarn immer wieder von ähnlichen Zwischenfällen berichteten. Der Weg zur eigenen Immobilie war wohl bei allen Bauherren gleichsam steinig und unwegsam. Nirgends ging es glatt. Alle unsere Nachbarn im neu entstandenen Wohngebiet hatten immer wieder neue Pannen zu berichten. Auch unser zerstörtes Bett landete nicht nur in aller Munde sondern natürlich auch im Ordner für das Fotobuch, der sich zusehends füllte.

Die Diskussion über das neue Ehebett war schnell beendet. Wollten wir uns doch vor dem Umzug ohnehin einmal im Internet nach Wasserbetten umsehen, fiel die Entscheidung nun einfach ein wenig früher. Allerdings entschieden wir uns, um Zeit zu sparen, das Bett erst im neuen Haus aufzustellen. Ein Aufbau in der neuen Wohnung erschien uns nicht mehr nötig. Einige Wochen würden wir es auch auf den Matratzen auf dem Boden aushalten.

Immobilien: hilfreiche Tipps im Internet

Donnerstag, Juli 23rd, 2009

Schon für den Balkon unserer alten Wohnung haben wir uns die Tipps zur Bepflanzung immer im Internet geholt. Warum sollte dies für den Garten vor dem neuen Haus anders sein? Gut, jeden einzelnen Obstbaum und jeden Strauch einzeln zu recherchieren, war mir zu viel Aufwand, deshalb haben wir dazu ja auch die Gartenprofis angerufen.

Nun aber wollten wir wieder selbst ans Werk gehen. Alles über das Leitungswasser zu gießen, warum uns zum Beispiel zu teuer. Wie genau wir aber das Regenwasser nutzen konnten, um ab und an den Gartenteich aufzufüllen und die Blumen zu gießen, wussten wir nicht. Aber das World Wide Web ist geduldig und wenn man nur lange genug sucht, findet man auch die Ratschläge, die man braucht.

Also besorgten wir uns nach Anleitung eine Regentonne, die wir über die Dachrinne füllen ließen. Als sie das erste Mal überlief, waren wir wieder etwas schlauer und klappten den Ablauf der Dachrinne hoch, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Rüdiger hatte die Idee, die Plastiktonne zu ummauern, so dass man sie nicht auf den ersten Blick sah. Toller Einfall, der mittlerweile auch verwirklicht ist.

Mit den Blumen wollten wir es langsam angehen lassen. Wir wussten ja nicht, was man überwintern kann, und was nicht. Außerdem waren wir so weit gekommen, dass es im Garten auch so gut auszuhalten war. Dies probierten wir immer wieder, indem wir verschiedene Leute an den Grill einluden.

Silvia und Warren hatten mittlerweile ihr Baby, ein strammes Mädchen, bekommen. Die Glückwünsche nach Australien wurden natürlich mit Bildern von uns im eigenen Garten versehen. Auch einige Geschenke von gemeinsamen Bekannten und meinen Eltern landeten mit im Paket. Das Leben findet langsam seine Regelmäßigkeit. Wir sind wieder im Alltag angekommen, was aber durchaus nicht abwertend zu verstehen ist. Es ist ein schöner Alltag, verbunden mit Glück, Familie, Zufriedenheit und Geborgenheit im eigenen Heim.

Das Haus zum Haus

Mittwoch, Juli 22nd, 2009

Nachdem unser Garten jetzt so weit fortgeschritten war, wollten wir auch den Rasenmäher, das Fischfutter und alles andere nicht mehr in der Garage oder im Haus haben. Es sollte endlich ein Gartenschuppen angeschafft werden. Diesen konnten wir entweder im Gartencenter oder im Baumarkt abholen, oder als Bausatz im Internet bestellen. Wir entschieden uns für die Variante des Abholens. Aber wie groß sollte der Schuppen sein?

Welches Design, welche Maße, Fenster ja oder nein? Ich war gegen die Modelle aus Metall, die gar nicht so teuer waren, und sogar eine Durchrost Garantie von 15 Jahren im Kaufpreis enthielten. Mir gefiel das nicht. Das hatte etwas von diesen Wellblech Garagen, die beim ersten Sturm zusammenbrachen oder wegsegelten. Ich weiß, da übertreibe ich, aber diese Blechdinger sind einfach nicht mein Geschmack. Aus Holz sollte der Schuppen sein. Auch wenn das sicher etwas teurer war.

Tatsächlich bekamen wir einen Schuppen. Sogar zum Schnäppchenpreis, denn wir mussten ihn selbst abbauen, abholen und wieder aufbauen. Es war das letzte Stück einer Serie, die auslief. Immerhin sparte uns das 50 Prozent vom Kaufpreis, der ursprünglich veranschlagt war. Hier war Rüdiger einmal mehr derjenige, den wir zum Kaffeetrinken einladen mussten. Natürlich mit dem Hintergedanken, dass er beim Aufstellen helfen musste.

Es dauerte gar nicht so lange, wie ich mir das vorgestellt hatte, denn dadurch, dass der Schuppen schon einmal vormontiert war, bestand er aus weit weniger Einzelteilen, als ein neuer. Sogar ein kleines Fensterchen hat unser neuer Schuppen. Eine Halterung mit einem Blumenkasten und ein paar Geranien war auch noch schnell angebracht.

Natürlich wurde der Schuppen auch sofort eingeräumt. Heißt: Es ist mehr Platz in der Garage, kein Schmutz mehr im Keller und der Zufriedenheitsgrad nähert sich der 100 Prozentmarke.